Neue Chefs im Siebenquell

Die Verantwortlichen haben einen neues Ziel ins Visier genommen: das Resort bundesweit bekannter zu machen. Damit verbunden ist ein personeller Wechsel. Mit Volker Schwartz und Thomas Döbber-Rüther hat man sich interimsmäßig zwei Experten mit Marketing-Knowhow in der Hotelbranche als vorübergehende Doppelspitze für das Hotel ins Boot geholt. Sie lösen den bisherigen Hoteldirektor Florian Schönwetter ab.

Auslastung besser als der Plan

Eigentlich schien alles im Lot zu sein. Das am Weißenstädter See entstandene Kurzentrum erreicht 93 Prozent Auslastung. Das Objekt hatte der bisherige Hoteldirektor Florian Schönwetter über mehrere Jahre geleitet, bevor er in das Gesundzeitresort wechselte. Auch dort läuft eigentlich alles nach Plan: Wenn ein Jahr vorbei sei, werde man 200 000 Tagesgäste zählen, „besser als der Plan war“, sagt Geschäftsführer Stephan Gesell.

Das Haus soll eine Marke werden

Doch inzwischen hat Gesell auch erkannt: „Das Klientel unterscheidt sich.“ Zwei bis drei Jahre Anlaufzeit seien branchenüblich. Dennoch sieht man ein Manko. Es gelang bislang nicht, das Gesundzeitresort im gewünschten Umfang bundesweit bekannt zu machen und am Markt zu etablieren. Eine Aufgabe, die „ein Stück weit anders ist als ein Hotel zu führen“. Was die Geschäftsführung und Geldgeber veranlasste, tätig zu werden. „Wir brauchen jemanden, der Resorterfahrung hat und zugleich marketingaffin ist“, sagt Gesell. Im Vordergrund steht, das Haus zu einer Marke zu entwickeln.

„Jetzt gilt´s zu verfeinern“

Das sollen nun zunächst zwei erfahrene Berater leisten: Volker Schwartz und Thomas Döpper-Rütter, die auch als Interimsdirektoren tätig werden. Langjährige Erfahrung ist vorhanden. Schwartz hat vor acht Jahren das Golfresort Fleesensee aufgebaut, das immer noch größte Hotelprojekt in Mecklenburg-Vorpommern, und war zuletzt für das Hartl Resort Bad Griesbach tätig. „Jetzt gilt´s zu verfeinern“, sagt Schwartz. Kosten, Erlöse und Gehaltsstrukturen kommen auf den Prüfstand. Eine noch höhere Wirtschaftlichkeit zu erreichen, wird als weiteres Ziel ausgegeben.

Die Gäste sollen länger bleiben und am liebsten auch mehr ausgeben. Auch wenn 60.000 Übernachtungen seit Beginn „ein toller Wert“ seien. „Wir müssen das Produkt am Markt positionieren.“ Die Gesundzeitreise, eine Zeitreise durch die Bäder jahrtausendealter Kulturen unter einem Dach, soll als Besonderheit, als einmaliges Verkaufsargument am Markt besser herausgearbeitet werden.

Mitarbeit auf Zeit angelegt

Schwartz und Döpper-Rütter sind als Beraterduo, das operativ mitarbeitet, vorgesehen. Die Mitarbeit „ist auf Zeit angelegt“. Eine Maßnahme, bei der die Geschäftsführung auf das Vertrauen von Geldgebern bauen kann. Viele Bürger aus der Region hatten in das Projekt investiert. Ein Gewerbetreibender aus Weißenstadt, der nicht genannt werden will, sagt, er sei nicht im Detail über die Maßnahmen informiert. „Was ich gehört habe, ist es aber nichts Großes.“ Er hat nach seinen eigenen Worten sein Investment bisher nicht bereut: „Ich würde es jederzeit wieder machen.“

Personal wird gesucht

Parallel geht die Suche nach Mitarbeitern weiter. Denn das Gesundzeitresort soll weiter ausgebaut werden. Auch wenn 90 Prozent der Gästeübernachtungen in Weißenstadt und etwa ein Drittel im Landkreis Wunsiedel schon ein wesentlicher Faktor des Tourismus der Region ist. Was den Geschäftsführer freut: „Es stehen alle hinter dem Projekt.“ Zwischenzeitlich hat das Resort die Klassifikation als Vier-Sterne-Superior-Hotel erhalten – als einziges Haus im weiteren Umkreis.

Nicht bewertet

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Kommentare

Na ja, wenn nach doch sehr kurzer Zeit der Chef wechselt, kann das ein schlechtes Zeichen sein, aber auch zu gutem führen ............................
wir werden hören (oder auch nicht)