Immer mehr Urlauber im Fichtelgebirge

Das Fichtelgebirge: Hatte im ersten Halbjahr 1,8 Prozent mehr Gäste und 5,6 Prozent mehr Übernachtungen, verglichen mit dem ersten Halbjahr 2016. Das bedeutet, dass gegen den langjährigen Trend die durchschnittliche Aufenthaltsdauer leicht gestiegen ist.

Geringer als im Fichtelgebirge sind die Zuwächse in der Fränkischen Schweiz: 1,3 Prozent mehr Gäste und 2,2 Prozent mehr Übernachtungen.

Die Zuwächse im „echten“ Fichtelgebirge dürften tatsächlich noch höher sein als die Zahlen nahelegen. Denn das Statistische Landesamt schlägt die Daten aus den Städten Bayreuth und Hof dem Fichtelgebirge zu. Und in Bayreuth gab es vergangenes Jahr mit der Landesgartenschau ein touristisches Zugpferd, das dieses Jahr fehlt. So gab es denn auch in Bayreuth in den ersten sechs Monaten ein Prozent weniger Urlauber und 0,8 Prozent weniger Übernachtungen als 2016.

Warmensteinach: Hier setzen sich die deutlichen Steigerungen der jüngeren Vergangenheit ungebremst fort: 13,5 Prozent mehr Gäste und 10,8 Prozent im Zeitraum Januar bis Juni, verglichen zum ersten Halbjahr 2016.

Bischofsgrün: jeweils 4,9 Prozent mehr Gäste und Übernachtungen.

Fichtelberg: 3,4 Prozent mehr Gäste und 5,1 Prozent mehr Übernachtungen – also sind die Gäste etwas länger in Fichtelberg geblieben als im ersten Halbjahr 2016.

Mehlmeisel hat eine uneinheitliche Entwicklung: 13,7 Prozent mehr Gäste, aber bei den Übernachtungen neun Prozent weniger. Mit durchschnittlich drei Tagen Aufenthalt liegt Mehlmeisel aber in etwa auf dem Level der anderen drei Ochsenkopforte.

Weißenstadt: Hier gehen die Zahlen weiter durch die Decke: „nur“ acht Prozent mehr Gäste, aber 61,8 Prozent mehr Übernachtungen. Vergangenen Oktober hatte mit dem Gesundzeitresort Siebenquell außer einer Therme ein neues Hotel mit insgesamt 224 Betten eröffnet.

Bad Alexandersbad: kein neues Hotel, aber ein neues Gesundheitszentrum, das Alexbad, gibt es in Bayerns kleinstem Kurbad. Das 14-Millionen-Euro-Projekt wurde Mitte Mai eingeweiht. Eigentlich zu spät, um sich in den Tourismuszahlen des ersten Halbjahres stark niederzuschlagen. Trotzdem kann sich Bad Alexandersbad über gut 42 Prozent mehr Gäste und fast 38 Prozent mehr Übernachtungen freuen seit Januar.

Im Juni allein hatte der Ort laut Statistik „nur“ 4,9 Prozent mehr Gäste, aber 18,7 Prozent mehr Übernachtungen. Die Tendenz geht also klar in Richtung längerer Aufenthalt.

Wo kommen die Zahlen her? Die monatlichen (und damit auch die Halbjahreszahlen) im Tourismus bilden nur die Daten aus Betrieben mit zehn und mehr Betten ab, sie geben insofern nicht das vollständige Bild wieder. Die großen Vermieter haben eine Meldepflicht beim Statistischen Landesamt, das die Daten monatlich auf seiner Internetseite veröffentlicht. Die Daten der kleinen Vermieter fließen nur einmal jährlich zum Ende des Jahres in die Statistik ein.

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Kommentare

Herr Gewinner; Warum dieses Bild unter Fichtelberg/Warmensteinach?
Weißenstadt ist der Nenner!!!
"Fichtelberg", weil die TMO ihren Sitz dort, "Warmensteinach", weil es unter den vier Ochsenkopfgemeinden die höchsten Zuwächse hat, und Weißenstadt im Bild, weil es die höchsten Zuwächse insgesamt hat, und das hängt mit der Therme bzw. dem neuen Hotel zusammen. Da beißt die Fichtelgebirgsmaus nun mal keinen Faden ab.
@andreas.gewinner_412: Ach so... Danke für die Info...
Montag, 13. November 2017 - 11:06