Thema: Klimawandel Ängste der Jugend
 um die Zukunft sind berechtigt

Zum Leserbrief „Nicht alles ist hausgemacht, was am Himmel wabert“ von Brigitte Wehrfritz,
Kurier vom 7. März, und zum Artikel „Greta Thunberg besucht Mitstreiter in Deutschland“, Kurier vom 2. März.

Liebe Frau Wehrfritz, der Jugend wird ja stets vorgeworfen, sie interessiere sich für nichts mehr und sei kein bisschen politisch.

Findet das „Jungvolk“, wie Sie junge Leute abschätzig nennen, aber ein Thema, für das zu engagieren es sich wahrhaft lohnt, kommen die „alten Dackel“ (zu denen ich mich vorsorglich auch zähle) und wollen dieses Engagement lächerlich machen, („… originelle Ausrede, um die Schule zu schwänzen“).

Es ist doch nicht vorwiegend die Jugend, die SUV fährt, nach Thailand oder auf die Malediven fliegt und umweltschädlichste Kreuzfahrten bucht. Und wer immer noch glaubt, seine Armani- oder Versace-Klamotten würden unter faireren Bedingungen produziert als H&M-Shirts, der hat zwar genügend Geld, ist aber auch reichlich naiv.

Und woher kommt eigentlich Ihre Erkenntnis, dass die Deutschen in Sachen Umwelt Musterknaben seien? Tempolimit? Todsünde! Braunkohleausstieg? Ein Jahrzehnteprojekt! Mehr Förderung nachhaltiger Landwirtschaft? Da sei Klöckner vor!

Solche Kommentare aus der Seniorenecke zeigen jungen Leuten eigentlich nur, dass die Alten in Sachen Klima und Umwelt noch immer nichts verstanden haben – und dass ihre Ängste um die Zukunft berechtigt sind.

 

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