Thema: Anti-Doping-Forschung Weltklasse

EPO steht beim aktuellen Doping-Skandal im Nordischen Skisport wieder einmal im Blickpunkt. Mithilfe von Forschungsergebnissen aus Bayreuth könnte aber sogar noch mit dem Abstand von einigen Jahren mancher Sünder nachträglich überführt werden, der diesen Test unbeschadet überstanden hat. Foto: dpa

KOMMENTAR. Bayreuth ist Weltklasse! Außerhalb der Festspielzeit denkt man dabei an Sportler wie Triathletin Anne Haug, oder die Glanzzeiten der Tennis-Profis Florian Mayer und Philipp Petzschner. Aber der stärkste Bayreuther Einfluss auf den ganz großen Sport wird eher im Verborgenen ausgeübt: in den Laboren der Sportwissenschaftler an der Universität.

Das Team um Prof. Walter Schmidt trägt seit vielen Jahren maßgeblich dazu bei, den Doping-Betrug einzudämmen. Die Wirkung von leistungssteigernden Mitteln wird untersucht, Methoden zu ihrem Nachweis entwickelt und passende Grenzwerte für den strafbaren Umfang ihres Einsatzes ermittelt.

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Naturgemäß sind die Übeltäter ihren Verfolgern dabei immer einen Schritt voraus, doch die Bayreuther Wissenschaftler stehen gerade kurz vor dem Wechsel auf die Überholspur. Sobald ihre Forschungsergebnisse zur Wirkung von Kobalt in die Regelwerke Einzug halten, wird man jahrelang archivierte Dopingproben auf diese bereits längst verbotene Substanz untersuchen. Das könnte manchen betrügerischen Olympiasieger oder Weltmeister vom Thron stoßen, der noch nie etwas von Bayreuth gehört hat.

eberhard.spaeth@
nordbayerischer-kurier.de

 

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