Industrie 4.0 Intelligente Alltagshelfer: Welche sind sinnvoll und welche eher nicht?

In Garmisch-Partenkirchen wird es vermutlich nicht mehr lange dauern, bis die Roboter EDAN und Justin routinemäßig pflegebedürftige Menschen im Alltag unterstützen und dadurch die Pflegekräfte entlasten. Solch intelligente Helfer sollen zudem in Zukunft die Lösung für die Problematik des Fachkräftemangels sein und werden auch im Haushalt schon jetzt vermehrt eingesetzt.

Die Aktion in Garmisch-Partenkirchen ist längst kein Einzelfall. Auch in vielen anderen Einrichtungen wird deutschlandweit sowie international mit künstlicher Intelligenz (KI) experimentiert. Was vor wenigen Jahren noch undenkbar war, könnte in einigen Monaten bereits ganz normaler Alltag sein. KI hält in immer mehr Lebensbereichen Einzug und das macht vielen Menschen Angst. Sie fürchten um ihre Jobs oder um Horrorszenarien wie in Hollywoodfilmen, in welchen die Roboter gegen die Menschheit kämpfen. Zugegeben: Der menschenähnliche Roboter namens Sophia, welcher vor etwas mehr als einem Jahr erstmalig präsentiert wurde und durch Aussagen wie „Ich werde die Menschen zerstören“ weltweit Bekanntheit erlangte, wirken auf den ersten Blick alles andere als harmlos. Doch Experten geben Entwarnung: Es handele sich um einen unvollkommenen Prototypen und die „KI wird sich bis zu dem Punkt entwickeln, wo sie wirklich unsere Freunde werden“, ist der Entwickler von dem humanoiden Roboter Sophia überzeugt . Dennoch sind viele Menschen verunsichert, wohin die Reise mit den intelligenten Alltagshelfern in Zukunft führen wird.

Der Einzug der Roboter in die Arbeitswelt: Viele Menschen fürchten um ihren Job

Die Technologie schreitet auch im industriellen Bereich in rasantem Tempo voran. Hier hielten schon im Jahr 1954 mit dem Patent für einen mechanischen Arm die ersten Roboter Einzug, wenn auch in gänzlich anderer Form als die menschenähnliche Sophia. Seither sind Maschinen, Roboter sowie elektronisch gesteuerte Helfer aus dem Arbeitsleben in den meisten Unternehmen nicht mehr wegzudenken. Trotzdem fürchten sich viele Menschen vor dem Ausbau der KI. Durch die verbesserte Technologie steigt nämlich die Intelligenz der künstlichen Arbeiter stetig an und so befürchten viele Personen, dass sie eines Tages durch Roboter ersetzt werden könnten. Wieso auch nicht? Roboter können Tag und Nacht arbeiten. Sie kennen keine Überstunden, keinen Urlaub, keine Krankheit. Die Vorteile für die Arbeitgeber liegen auf der Hand. Dennoch entwarnen die Experten auch an dieser Stelle:

Zwar werden Roboter zukünftig in größerem Stil sowie in immer mehr Bereichen in der Arbeitswelt eingesetzt werden, ein Prozess namens Industrie 4.0. Jedoch dienen sie voraussichtlich eher als Hilfestellung. Sie können somit nicht die Expertise menschlicher Fachkräfte ersetzen, sondern Mensch und Maschine werden eines Tages (hoffentlich) Hand in Hand arbeiten. Dennoch kann es durchaus passieren, dass einige Jobs oder ganze Berufe der künstlichen Intelligenz zum Opfer fallen. Ähnliche Szenarien gab es bereits in der Vergangenheit. Heutzutage braucht es beispielsweise keine Kupferstecher oder Schriftsetzer mehr. Es ist also nicht ungewöhnlich, dass Berufe aussterben. Jedoch gibt es dafür auch immer wieder neue Berufe und genau das wird vermutlich in Zukunft erneut passieren. Schließlich ist der Bedarf an Spezialisten für die Entwicklung, Wartung & Co der künstlichen Intelligenz bereits jetzt hoch und zwar höher als das Angebot. Stichwort: Fachkräftemangel.

Künstliche Intelligenz kann den Alltag erleichtern

Anstatt die KI also zu verteufeln oder sich vor den Entwicklungen im Bereich der Robotik zu verstecken, sollte jedermann mit der Zeit gehen und sich auf die „intelligente“ Zukunft vorbereiten. Die Roboter bringen längst nicht nur im beruflichen Umfeld eine Erleichterung der Arbeit mit sich, sondern können auch im Haushalt für Entlastung sorgen. Vielen Menschen ist überhaupt nicht bewusst, dass sie bereits jetzt eine Menge künstliche Intelligenz in ihren eigenen vier Wänden besitzen sowie Tag für Tag verwenden. Es ist beinahe schon normal geworden, die Heizung via Tablet zu steuern oder den Mähroboter auf eine gewisse Uhrzeit zu programmieren. Fakt ist: Roboter halten auch im Haushalt immer mehr Einzug und dienen vor allem der Erleichterung des Alltags, indem sie den Menschen lästige Arbeiten abnehmen. Günstig sind sie allerdings bislang in den meisten Fällen nicht. Neue Technologien haben ihren Preis und so lohnt sich die Frage, welche Investitionen sich für einen angenehmeren Alltag wirklich lohnen und welche (noch) nicht. In letzterem Fall ist es eventuell noch sinnvoll, auf die Weiterentwicklung der Technologie zu warten oder auf eine Preissenkung, denn diese ist bekanntlich nur eine Frage der Zeit.

Intelligente Alltagshelfer: ja oder nein?

Auch, wenn viele Menschen noch mit der künstlichen Intelligenz hadern und nur wenig Vertrauen in die kleinen Roboter setzen: Sie machen das Leben leichter und genau das ist doch, wonach sich so viele Frauen und Männer in Deutschland sehnen. Immer mehr Personen sind im Alltag nämlich einer Mehrfachbelastung ausgesetzt. Sie arbeiten in Voll- oder Teilzeit, müssen sich um die Kindererziehung kümmern und einen Haushalt schmeißen. Kochen, putzen, abspülen, Rasen mähen, Auto waschen. Die To-Do-Listen sind lang und all diese Arbeiten müssen nach Feierabend, an den Wochenenden oder im Urlaub erledigt werden. Sie rauben also kostbare Freizeit oder noch drastischer ausgedrückt: Lebenszeit. Ein Problem, von dem viele Frauen noch mehr betroffen sind als Männer , da in zahlreichen Haushalten nach wie vor die klassische Rollenverteilung herrscht. Während der Mann als „nur“ arbeiten geht, kümmert sich die Frau um den Haushalt, die Kinder und eventuell einen Teilzeitjob oder die Pflege von Angehörigen. Bei einem solch straffen Programm kommt Hilfe doch gerade recht, oder nicht? Prinzipiell lautet die Antwort also pro intelligente Haushaltshelfer. Dennoch ist gewiss nicht jeder der kleinen Roboter im Alltag eine tatsächlich Entlastung und damit sein Geld wert. Welche Anschaffungen sind also sinnvoll und welche eher nicht?

Staubsaugroboter entlasten nur teilweise

Staubsaugroboter können eine Erleichterung beim Erledigen des Haushaltes sein, vollständig ersetzen können die Roboter Staubsauger oder Handfeger und Schaufel noch nicht.

Einer der ersten Roboter, welcher in den Haushalt eingezogen ist, war der Staubsaugroboter. Etwa um die Jahrtausendwende konnten die ersten Modelle gekauft werden und es folgten zahlreiche Schlagzeilen über Staubsauger, welche die Treppe heruntergefallen waren oder Katzenklos leergesaugt hatten. Mit diesen Schlagzeilen im Hinterkopf, schrecken bis heute viele Menschen davor zurück, sich einen solchen Staubsaugerroboter zuzulegen. Dabei sind sie mittlerweile bereits ab etwa 150 Euro in guter Qualität zu haben. Tatsächlich sorgen auch diese günstigeren Geräte bereits für ein zufriedenstellendes Ergebnis. Allerdings nur, wenn die Erwartungen realistisch sind. Denn die kleinen Roboter kommen nicht bis in die hinterste Ecke, auf das Sofa oder zu den Spinnweben an der Wand. Sie können also den groben Schmutz beseitigen und machen das Staubsaugen somit seltener notwendig. Gänzlich ersetzen können sie es bislang allerdings nicht und aufgrund ihres hohen Wartungsaufwands stellen sie nur bedingt eine Zeitersparnis dar. Ob sich die Anschaffung wirklich lohnt, ist also fraglich .

Thermomix eignet sich hervorragend für Familien

Der Thermomix als intelligente Küchenmaschine galt als die Innovation schlechthin im Haushalt. Er wurde zwar bereits im Jahr 1961 erfunden, hat sich aber erst in den vergangenen Jahren deutlich von der Konkurrenz abgesetzt und bietet bislang beispiellose Funktionen. Mit dem Thermomix wird das Kochen spielend einfach. Was nach einem schlechten Werbeslogan klingt, ist schlichtweg die Erfahrung vieler Hobbyköche und -köchinnen, die eine mehrköpfige Familie versorgen müssen, aber zwischen Job, Haushalt & Co kaum Zeit haben, um sich an den Herd zu stellen. Dank Thermomix kann dennoch Selbstgekochtes und vor allem Gesundes auf den Tisch gezaubert werden, allerdings lässt er sich mit vierstelligen Beträgen auch einiges kosten. Wer es sich leisten kann und will, der liegt mit der intelligenten Küchenmaschine gewiss nicht falsch. Mittlerweile gibt es aber auch von Konkurrenzanbietern durchaus gute Küchenmaschinen, die beinahe mithalten können und zu einem deutlich günstigeren Preis zu haben sind.

Mähroboter halten den Rasen in Schach

Im Grunde geht es in vielen Bereichen darum, unseren Alltag noch komfortabler zu machen. Früher waren es die innovativen Waschmaschinen, die das Wäschewaschen um einiges erleichterten und eine enorme Zeitersparnis bedeuteten. Heute sind es automatische Staubsauger- oder Mähroboter, die uns bei diesen oft als unliebsam empfundenen Tätigkeiten unter die Arme greifen. Gerade das Rasenmähen ist hierzu ein gutes Beispiel.

Wer ein ausreichendes Budget und keine Lust hat, selbst den Rasen regelmäßig zu stutzen, kann durch einen Roboter Hilfe in Anspruch nehmen. Welches Modell sich für wen lohnt, ist immer eine Einzelfallentscheidung gemäß des individuellen Budgets, Bedarfs und der individuellen Begebenheiten beim Grundstück. Mähroboter sorgen dabei nicht nur für mehr Zeit – dadurch, dass der Rasen kontinuierlich getrimmt wird, muss das Schnittgut nicht getrennt entsorgt werden. Das Mähen erfolgt zudem ganz ohne Lärm. Es gibt also durchaus hilfreiche Alltagsunterstützer mit künstlicher Intelligenz.

 

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