Bindlacher Gemeinderat will noch einmal über Haltestelle Nord-Ost II zum Thema machen Bindlach: Neuauflage der Bus-Diskussion

Streitpunkt: Die Bushaltestelle in der Alten Bergstraße. Foto: Andreas Harbach

Das Thema hatte vor allem die Eltern aus dem Neubaugebiet Nord-Ost II aufgebracht: Von einem Tag auf den anderen mussten die Kinder aus den dritten und vierten Klassen auf die Fahrt mit dem Bus ab der gewohnten Haltestelle verzichten und zur Schule in der Ortsmitte laufen, um dort zuzusteigen. Der Gemeinderat will die Diskussion darüber noch einmal eröffnen.

Das Thema Bushaltestelle Nord-Ost II müsse noch einmal auf die Tagesodnung des Gemeinderats, sagt Jürgen Masel (SPD). Der Grund: Bei der Sitzung, in der der Gemeinderat entschieden habe, die Bushaltestelle aufzulassen, sei der Gemeinderat "von der Verwaltung überfahren worden". Die Eltern wären sicher auch nicht so aufgebracht gewesen, hätte man die Bushaltestelle nicht von heute auf morgen abgeschafft, sagt Helmut Steininger (SPD).

"Wir hätten durchaus Möglichkeiten"

Unterstützung für Masels Vorschlag kommt aus der WG-Fraktion ebenso wie aus der CSW-Fraktion. Neithard Prell (WG) sagt: "Wir hätten durchaus Möglichkeiten, ja zu der Bushaltestelle zu sagen." Und die CSW habe "gleich gesagt, dass die Haltestelle nicht aufgelöst werden müsste", sagt Werner Fuchs. Es müsse geklärt werden, "wie die Rechtslage ist", sagt der dritte Bürgermeister Werner Hereth (SPD). "Das muss noch einmal ordentlich aufgearbeitet werden."

Man wird nicht mit jeder Entscheidung Publikumsliebling

Ihm sei klar, dass "wir nicht mit allen Entscheidungen, die wir treffen, zu Publikumslieblingen werden", sagt Bürgermeister Gerald Kolb (WG). In den vergangenen Wochen hätte er viele Gespräche geführt - "mit Elternbeiräten, Eltern, juristischen Beiständen". Das Thema habe man nicht zum ersten Mal in Behandlung gehabt. "Wir haben immer versucht, eine für alle Bindlacher gleich faire Lösung zu finden. Wenn man einen Ortsteil bevorzugen würde, hätte man im nächsten Ortsteil das gleiche Thema auch", sagt Kolb.

Alle an einen Tisch und in Ruhe reden

Aber: Man wolle sich mit allen Beteiligten noch einmal an einen Tisch setzen. Auch einen Termin dafür gebe es bereits: "Am nächsten Dienstag. Allerdings will ich das in Ruhe besprechen. Denn es seien recht massive Einwände erhoben worden." Es sei noch gar nicht lange her, da habe er mittags das Rathaus verlassen, "als eine Gruppe Drittklässler anmarschiert ist. Die haben gesagt: schaut, das ist der Bürgermeister, der für uns keinen Bus mehr fahren lässt. Das sind die Momente, in denen mir dann schon das Gesicht einschläft".

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