Abschiedsfeier für die Pegnitzer Abiturienten: Nur zwei haben nicht bestanden Viele mit der Eins vor dem Komma

88 Mädchen und Jungen aus Pegnitz und der Region haben ihr Ziel erreicht - und das Abi in der Tasche. Foto: Ralf Münch

88 Gymnasiasten erhielten gestern in Pegnitz ihr Reifezeugnis. Davon nahmen 22, also stattliche 25 Prozent die Eins vor dem Komma mit nach Hause, eine Schülern verzeichnete die Traumnote 1,0. Mit dieser Bilanz sehr zufrieden war einer, für den dieser Tag in dreierlei Hinsicht ein besonderer war: Schulleiter Hermann Dembowski.

Denn für ihn war es der letzte Abiturientenjahrgang, den er verabschiedete, nach diesem Schuljahr tritt er das Pensionärsdasein an. Zum anderen war es für Dembowski der Jahrgang mit den wenigsten "Durchfallern", seit er das Gymnasium regiert. Und nicht zuletzt stand er schon während seiner Rede auf dem Sprung: "Ich muss dann schnell weg, meine Tochter hat heute in Nürnberg ihre Abifeier."

Nichts - oder zumindest wenig - wollte er sagen über die Kehrtwende zurück zum G9, die er sehr begrüße. Auch nichts zur Vergleichbarkeit des Abiturs mit Blick auf andere Bundesländer, etwa auf Nordrhein-Westfalen. Dafür widmete er sich ausführlich dem Begriff Optmismus.

Weltbürger sollen sie sein

Der könne sehr wohl ein Lernziel der gymnasialen Ausbildung sein. Weil da am Ende vielleicht der homo optimismucus stehe. Und damit ein Mensch, der sich als Weltbürger verstehe, ein Mensch, der offen und liberal denke. Dazu habe das Gymnasium aus seiner Sicht einiges beigetragen.Überwiegend positiv auch die Einschätzung der Jahrgangssprecher Andreas Strobel und Sophia Büttner, die als roten Faden das Abi-Motto "Abilymp" wählten.

Von großen und kleinen Hügeln

Da könne man schon das Gefühl haben, dass einem die Welt zu Füßen liege, auch wenn man zunächst nur den "kleinen Hügel" hinauf zur Schule erklommen habe. Und dort auf eine sanierte Schule mit bester technischer Ausstattung traf, die auch eine gute Lernatmosphäre ermöglichte. Aber da war eben sich die andere Seite. Wie "charakterstarke Lehrer", wobei dieser Charakter zum Guten wie zum Schlechten ausgeprägt sein könne. Lehrer zum Beispiel, die ihre Noten nach subjektiven Vorlieben vergeben hätten. Und das nicht zu knapp.

Macht diese Sperrung wirklich Sinn?

Ob die Sperrung des Gangs am Physiksaal vorbei als zusätzlicher Zugang zur Schule wirklich mehr Lärmminderung gebracht habe im Vergleich zu vor verschlossenen Türen aktiver Schülerschlangen, bezweifelten sie. Doch unter dem Strich stellten sie ihrer Schule dann doch ein richtig gutes Zeugnis aus.

Die Besten

Dann die Zeugnisübergabe und die Ehrung der Besten. Als einzige schaffte heuer Miriam Wittmann die Traumnote von 1,0. Kaum nach standen ihr mit einem Schnitt von 1,1 Sophia Büttner und Jonas Schleifer. Bei 1,4 landeten Elena Arnold, Hannah Haberberger und Lena Oertwig, bei 1,5 Jonathan Böse, Alisa Hanft, Tobias Liewald, Thomas Polster, Hanna Siebentritt und Julian Springer.Für die musikalische Umrahmung sorgte mit mehreren höchst harmonisch vorgetragenen Stücken der Abichor.

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