Zapf: Wechsel in der Geschäftsführung

Durch die Konzentration auf das Garagengeschäft seien 2016 die Absatzziele sogar übertroffen worden, meldet die Zapf GmbH. Bekanntlich hatte sich das Unternehmen im vergangenen Jahr von der Bausparte getrennt und auch die entsprechende Produktion im Betonteilewerk in Weidenberg geschlossen. Dabei waren auch ungefähr 60 Stellen gestrichen worden. Im Sommer hatte dann die Frankfurter Lechner-Gruppe den Unternehmensteil übernommen und produziert in Weidenberg weiter - allerdings mit deutlich reduzierter Mannschaft.

Aufträge legen zu

Zapf fertigt derweil in Weidenberg weiterhin Fertiggaragen. Und hier laufe es gut. Neben dem guten Absatz 2016 verzeichne man aktuell ein signifikantes Plus bei den Auftragseingängen. Angesichts der erfolgreichen Sanierung  werde Geschäftsführerin Katrin Grunert-Jäger, die einst als Interims-Managerin geholt worden war, Ende Februar aus der Geschäftsführung ausscheiden, dem Unternehmen aber noch einige Zeit beratend zur Seite stehen. Ihr Nachfolger in der Geschäftsführung wird Jörg Günther, der die Bereiche Produktion und Logistik verantwortet.  Vorsitzender der Geschäftsführung bleibt Emmanuel Thomas, der Grunert-Jäger für die geleistete Arbeit Dank und  Respekt zollte: „Sie hat die Umstrukturierung bei Zapf effizient gestaltet und bereichsübergreifend neue Impulse gesetzt."

Ladesäule in der Garage

Grunert-Jäger selber betonte, dass sich Zapf mittlerweile wieder auf einem aussichtsreichen Wachstumskurs befinde und wichtige Zukunftsfelder konsequent besetze. Thomas und Günther kündigten eine Innovations- und Qualitätsoffensive an, durch die die eigene Marktposition weiter ausgebaut werden soll. So mache Zapf die Garage gerade intelligent und zukunftssicher. In Kürze können dank App und Smartphone beispielsweise die Luftfeuchtigkeit und die Temperatur im privaten Parkhaus gesteuert werden. Außerdem wolle man sich auf künftige Autogenerationen mit Elektroantrieb einstellen. Deshalb statte Zapf seine Garagen auf Wunsch demnächst komplett mit privaten Elektro-Zapfsäulen aus. Auch dem Wunsch einer zunehmenden Zahl von Bauherren nach einer optischen Differenzierung der Garagen werde man nachkommen.

Investitionen geplant

„Wir sehen insgesamt ausgezeichnete Marktchancen“, wird Emmanuel Thomas zitiert. Um diese zu nutzen, werde investiert. Gerade erst ging im nordrhein-westfälischen Dülmen eines der modernsten Garagenwerk Europas an den Start, in das rund fünf Millionen Euro flossen (mehr finden Sie hier). In diesem Jahr stehe ein Erweiterungsbau mit Umlaufanlage für den Standort Baar-Ebenhausen auf dem Programm. Und das laut Thomas "nach wie vor sehr wichtige Werk in Weidenberg" soll eine neue eigene Betonmischanlage erhalten.  Und auch für die Verwaltung in Bayreuth gibt Geschäftsführer  Thomas eine Garantie ab: Zapf habe die Mietverträge verlängert, das Garagengeschäft werde also langfristig weiterhin von der Zentrale in der Nürnberger Straße aus gesteuert.

Das Unternehmen

Die Zapf GmbH mit Hauptsitz in Bayreuth ist nach eigenen Angaben Marktführer im Bereich Betonfertiggaragen in Deutschland und Europa. 1904 als Baugeschäft gegründet, weist das Unternehmen bei der Fertigung von Garagen aus Beton bereits über 50 Jahre Erfahrung auf und hat sich mittlerweile ganz auf diesen Bereich spezialisiert. Bundesweit wird aktuell jede dritte Betonfertiggarage von Zapf geliefert – Tendenz steigend. Zapf produziert an vier Standorten in Deutschland: Weidenberg, Baar-Ebenhausen bei Ingolstadt, Neuenburg in Baden-Württemberg sowie in Dülmen in Nordrhein-Westfalen. Die Zentrale sitzt in Bayreuth. Insgesamt hat Zapf noch knapp 600 Mitarbeiter. sts/red

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