Festspielhaus: Bald wieder mit Gerüst

Die Festspiele enden planmäßig am Montagabend. Am Dienstagvormittag "werden die Vorbereitungen für den Aufbau der Gerüste starten", sagt Emmerich. Vom prachtvollen Königsportal kommend sei im ersten Bauabschnitt der Sanierung "etwa die Hälfte der Fassade des Hauses ja bereits gemacht worden", sagt Emmerich. Jetzt steht die Sanierung der restlichen Fassade "inklusive der Fassade des Bühnenturms als zweiter Bauabschnitt", wie Emmerich sagt, auf dem Programm. Arbeiten an einer Substanz, die "jedoch aus historischer Sicht nicht diesen hohen Wert hat wie die Fassade im Süden. Nach hinten war ja in späterer Zeit angebaut worden", sagt Emmerich. Allerdings: "Ein Bauabschnitt, der wieder in nicht einmal einem Jahr erledigt sein soll." Kurz vor Probenbeginn des kommenden Jahres - in diesem Jahr begannen die Proben im Mai - sollen die Arbeiten dann abgeschlossen sein.

Sechs Millionen Euro kostet der zweite Abschnitt

Die Kosten für den zweiten Bauabschnitt beziffert Emmerich mit aktuell veranschlagten sechs Millionen Euro. Die Kosten sind auch deshalb so hoch, weil es "Bauen in der schlechtesten Zeit des Jahres ist", wie Heinz-Dieter Sense, ehemaliger kaufmännischer Direktor des Festspiele, der jetzt nach Emmerichs Worten bei der Sanierung als Berater mit von der Partie ist, beim ersten Bauabschnitt gesagt hatte. Es muss großer Aufwand betrieben werden, um die Gerüste mit Planen zu verhüllen, die ein Arbeiten ohne Unterbrechung möglich machen. "Es wird auch wieder eine Art Heizung eingebaut, damit im Winter gearbeitet werden kann", sagt Emmerich. "Die Zeit ist eben knapp bemessen."

Nach der Fassade geht es innen weiter. Wo? Ist noch nicht klar.

Die abschnittsweise Generalsanierung des Festspielhauses soll nach Abschluss der Fassadensanierung fortgesetzt werden. "Wie es weitergeht und in welchen Abschnitten und in welcher Form, das ist derzeit noch nicht klar", sagt Emmerich am Wochenende. "Aber: Der Prozess wird fortgesetzt." An der Planung der Arbeiten, die dann im sensiblen Innenraum des Festspielhauses fortgesetzt werden müssen, arbeiten neben dem Kölner Architekten Detlef Stephan und seinem Team der Geschäftsführer der Festspiele, Holger von Berg und dessen Vorgänger Sense, sagt Emmerich.

Neues Konzept fürs Festspielhaus

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