Drei Männer mit Liebe zur Heimat

Beim dritten Posten bleibt alles beim Alten. Harald Stark, Kastellan der Plassenburg, ist weiterhin als Kreisheimat- und Archivpfleger schwerpunktmäßig für die Stadt Kulmbach tätig. Ruprecht Konrad-Röder und Dieter Schmudlach, die ihre ehrenamtliche Tätigkeit beenden, werden noch offiziell verabschiedet, kündigte Landrat Söllner an.

Kreis der Geschichte-Kenner in Kulmbach groß

Aus dem Kreis der "geschichtsbeflissenen Personen" und "der Szene der Heimatkundler, Hobbyarchäologen und -archivare" einen Ersatz zu finden, sei nicht schwer gewesen. Letztlich habe es nur noch der Zustimmung des Bezirksheimatpflegers und der Landesämter für Denkmal- und Heimatpflege bedurft, so Söllner. "Ihre Aufgabe ist, unser überliefertes, bodenständiges Kulturerbe gut zu erhalten." Die Kreisheimatpfleger setzen sich für den Denkmalschutz ein, erfassen Boden- und Baudenkmäler, vergeben Straßennamen und inventarisieren Kulturgüter. Sie fördern volkstümliches Theater, Musik, Trachten, kümmern sich um die Pflege der Mundart und den Betrieb von Museen.

Ein Herz für Denkmäler

Restaurator Uwe Franke arbeitete in den vergangenen Jahren auf Schloss Thurnau und sicherte den Erhalt des Gebetserkers. Sein Engagement geht oft über das Notwendigste hinaus. So hat er zum Beispiel auf eigene Kosten eine Tür mit Schloss zum Gebetserker einbauen lassen. Der gebürtige Erfurter erwarb sich bereits zahlreiche Verdienste um die Denkmalpflege, wofür er von der Oberfrankenstiftung ausgezeichnet wurde. Außerdem ist er einer von sechs ehrenamtlichen Ortskuratoren für die Deutsche Stiftung Denkmalschutz in Bayern.

Heimatkunde im besten Sinne

Der Rektor der Mittelschule Marktleugast, Siegfried Sesselmann, fühlte sich als Lehrer schon immer stark der Heimatkunde verbunden. Seit 2003 ist er ehrenamtlicher Stadtarchivpfleger von Stadtsteinach. Er erforschte die Schulgeschichte im Landkreis und der Herkunft von Ortsnamen im Kulmbacher Oberland. Seine Veröffentlichungen seien beeindruckend, so Söllner.

Franke bedankte sich für die Ernennung und wünschte sich "eine gute Zusammenarbeit und eine lebendige Denkmalpflege". Alle drei Heimatpfleger passten gut zusammen, befand Sesselmann. "Uns verbindet derselbe Humor. Ich hoffe, die Bedeutung des Bewahrens in den Köpfen noch mehr zu verankern."

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