Was man als Ersti in Bayreuth unbedingt wissen muss

Die Einheimischen kennen sie längst, die legendären Personen, versteckten Orte und Skurrilitäten der Stadt Bayreuth. Die Uni-Seite des Kuriers hat zusammengetragen, was ein Neu-Bayreuther kennenlernen muss, sollte und wird, wobei wir uns die Frage gestellt haben: Was macht die Stadt aus? Ihre Kneipen, Kulinarik, Persönlichkeiten, Eigenarten und Oasen.

KNEIPEN UND KONSORTEN

Manche Bayreuther bezeichnen das „Kanapee“ als ihr Wohnzimmer. Wenn alle Läden schließen, geht hier bestimmt noch was. Versteckt an der Maxstraße 29, urige Einrichtung – aber Vorsicht mit der Glocke!

Die einen lieben sie, die anderen hassen sie: die Rosenau, kurz „Rosi“, in der Badstraße. Egal, wie man zu ihr steht, früher oder später wird man in ihr landen und auf der Tanzfläche zu „New York, New York“ tanzen – versprochen!

Mit viel Liebe zum Detail und knallig-bunt ist der „Kraftraum“ eingerichtet, Bayreuths einzige rein vegetarische Bio-Kneipe – aber auch Fleischesser finden hier was.

Wer auf viele Leute und Partymusik steht, kommt am „Herzogkeller“ nicht vorbei. Regelmäßig gibt es Mottopartys und im Sommer lockt der größte Bayreuther Stadtbiergarten.

Direkt auf dem Campus findet sich ein kleiner Club, auf dessen Bühne regelmäßig Musikjuwelen stehen. Im „Glashaus“ haben schon Bands wie Deichkind, Tomte, Supershirt oder die Sportfreunde Stiller das Kondenswasser von der Decke tropfen lassen. Und das bei unschlagbaren Eintritts- und Getränkepreisen.

KULINARIK

Um einen Dönervergleich kommen Bayreuther Studenten nachts um halb zwei nicht herum: „Istanbul“ oder „Royal“ – das ist hier die Frage.

Des Bayreuthers beliebteste Pizza gibt es beim „Hansel’s“ – aus dem Steinofen, direkt bei der Stadthalle – klein, aber fein, das Lokal.

Wer es ländlich, gemütlich und idyllisch mag, muss „auf die Theta“ wandern oder radeln, ein Biergarten weit oberhalb von Bindlach. Gut versteckt, gute Brotzeit.

Aber nichts geht über ein Paar Bayreuther „Brodwärscht“, leicht zu finden in den roten Imbisshäuschen am Markt. Man munkelt, dass es die besten an der Richard-Wagner-Straße kurz hinterm Sternplatz gibt. Mittags Wartezeit einberechnen!

Oberfranken hat die höchste Brauereidichte der Welt. Und das ist gut so, denn das „Bier“ schmeckt ausgezeichnet. Durch die Bayreuther Spezialitäten muss man sich einfach mal durchprobieren. Bei Studenten sehr beliebt: das Aktien Zwickl. In den meisten Kneipen und Restaurants auch relativ günstig zu bekommen.

Veranstaltungen

Es gibt ein paar Termine, um die kein Herumkommen ist. Einer davon ist das „Maisel’s Weißbierfest“, immer Anfang Mai auf dem Maisel’s-Gelände, vornehmlich für Weißbierliebhaber.

Wer auf Livemusik steht, muss aufs „Kneipenfestival“. Am kommenden Samstag spielen in Bayreuth 28 Bands auf 23 Bühnen. Um 20 Uhr geht’s los.

Bayreuth hat fünf Jahreszeiten: Winter, Frühling, Sommer, Herbst und die „Richard-Wagner-Festspiele“. Wer Glück hat, bekommt eine Karte, die anderen schauen sich als Zaungast einfach die Promis an. Macht auch Spaß.

Ausufernd, so und nicht anders müssen die „bayerischen Wochen“ in der Mensa bezeichnet werden. Eine Woche Weißbier, Brezen und Dirndl – mit Eskapaden wie auf dem Oktoberfest. Seit einigen Semestern versucht die Uni die Studenten in Zaum zu halten – mit mäßigem Erfolg.

PERSÖNLICHKEITEN

Er ist eine lebende Legende: „Matrikelnummer 1“. Egal ob in der Uni-Bib, der Cafeteria oder bei Veranstaltungen, auf denen es etwas umsonst gibt, der Herr mit Laptoptasche, Sonnenbrille und Cap ist immer dabei. Seine richtige Matrikelnummer ist übrigens die 507466, von 1977 bis 1986 studierte er unter anderem Wirtschaft, machte an der Uni Bayreuth einen Hochschulabschluss.

Natürlich lebt er, der „Elvis“, und zwar in Bayreuth! Meist hängt er am Volksfest, vorm Karstadt oder im Rotmain-Center ab, in voller Montur: mit Tolle, goldenem Glitzerfummel, Schlaghose. Für Fotos posiert er übrigens gerne.

EIGENARTEN

Mitten auf dem Marktplatz ein reißender Fluss, genannt das „Todesrinnla“. Kleinen Kindern kann sie nichts anhaben, die baden darin – alle anderen sollten sich vor ihr jedoch in Acht nehmen ... Es sollen schon Leute in ihr verschwunden sein. Also: Augen auf in der Maxstraße!

„Fränkische Höflichkeit“ nennen es die einen, Brummigkeit die anderen. Die fränggische Mentalität ist etwas besonders. Harte Schale, weicher Kern, das trifft es ganz gut. Aufpassen mit Ironie – nur zurückhaltend verwenden.

ZUM ABSCHALTEN

Wer im Sommer die Seele baumeln lassen will, wird im markgräflichen „Hofgarten“ landen. Sich sonnen, Fußball spielen, spazieren, grillen – alles möglich, mitten in der Stadt. Nur keinen Mist bauen – das kann seit der neuen Verordnung teuer werden. Ebenfalls wunderschön, vor allem im Sommer: die Eremitage.

Mal eben um die Welt jetten, nach Asien, Afrika, Lateinamerika? In Bayreuth kein Problem. Auf dem Unigelände gibt es den „Botanischen Garten“ – mit Flora aus aller Welt. Am kleinen See fühlt man sich fast ein wenig wie in Schottland.

afra/aw/fau/lif/maxi/sky/Foto: Archiv

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