Umgang mit Obdachloser: Bayreuther mit Herz

Obdachlos in Bayreuth: Seit einer Woche lebt Petra B. auf einer Parkbank. Foto: Andreas Harbach

KOMMENTAR. Petra B. war obdachlos. Einen Monat lebte sie in Bayreuth unter freiem Himmel, dann brachte das Sozialamt sie in eine Wohnung. Aber auch andere Hilfe hat sie erfahren.

Eine Frau wohnt mitten in Bayreuth auf einer Parkbank. Tagelang, wochenlang, rechnet man alle ihre Übernachtungsplätze in der Stadt ein. Einen Monat lang ist sie obdachlos, schläft unter freiem Himmel, lange unbemerkt von den Sozialbehörden. Schlimm, kann man sagen, muss man sagen, dass das in unserem reichen Land mitten im Daueraufschwung passiert. Und dass es immer öfter passiert. Nicht nur in den Großstädten, sogar im kleinen Bayreuth nimmt die Zahl der Obdachlosen zu, sagt das Sozialamt. Sind diese Menschen Opfer gesellschaftlicher oder privater Verwerfungen geworden, haben sie sich verstrickt in der Bürokratie oder sind sie selber schuld an ihrem Los? Jede dieser Lebensgeschichten ist anders, Verallgemeinerungen und Herabwürdigungen verbieten sich. Einige Bayreuther, die bei der Frau auf der Parkbank vorbeikamen, haben sie angemosert, haben vor sich hingeschimpft, haben die Polizei gerufen. Andere gaben ihr zu essen und zu trinken oder ein paar Cent – ohne groß Fragen zu stellen. In Zeiten, in denen mit Armen und Geflüchteten nicht zimperlich umgegangen wird, haben sie einfach nur Herz gezeigt. Das macht Mut. Danke dafür!

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