Tigers weiter mit Wunschtrainer Petri Kujala verlängert Vertrag vorzeitig

Es passt zwischen Petri Kujala und den Bayreuth Tigers. Deshalb einigten sich die GmbH und der Trainer auf eine vorzeitige Vertragsverlängerung. Foto: Peter Kolb

EISHOCKEY. Ungewöhnlich früh und ohne zu wissen, wohin die Reise rein sportlich gehen wird, haben sich die Bayreuth Tigers und Trainer Petri Kujala auf eine Verlängerung ihrer Zusammenarbeit geeinigt. Das teilte Geschäftsführer Matthias Wendel am Rande der DEL2-Partie gegen die Kassel Huskies mit.

„Es passt zwischenmenschlich. Und auch mit der Entwicklung der Mannschaft sind wir voll zufrieden“, nannte Matthias Wendel seine Beweggründe, wobei er betonte, dass die Vertragsverlängerung um ein weiteres Jahr auch im Falle eines Abstiegs Gültigkeit besitzt.

Der Tigers-Geschäftsführer hatte mit seiner Wertschätzung für den 48-jährigen Finnen nie hinter dem Berg gehalten. Selbst bei der sportlichen Krise im ersten Saisondrittel hatte er Kujala den Rücken gestärkt und ausschließlich die Mannschaft in die Verantwortung genommen. „Er war vorher mein Wunschtrainer. Und ich habe mich in ihm nicht getäuscht. Er hat die hohen Erwartungen voll und ganz erfüllt. Die Zusammenarbeit funktioniert sehr gut“, sagte der Bayreuther Geschäftsführer und ergänzte, dass nicht nur die gleiche Wellenlänge zwischen ihm und Kujala für die vorzeitige Verlängerung des Kontrakts ausschlaggebend gewesen sei. „Beeindruckt hat mich, wie er vor allem unsere jungen Spieler wie Kevin Kunz und Nicklas Mannes weiterentwickelt hat. Diesen Weg wollen wir auch so weitergehen.“

Matthias Wendel will Planungssicherheit für kommende DEL2-Saison

Insofern überrascht die Vertragsverlängerung an sich nicht. Etwas überraschend ist lediglich der frühe Zeitpunkt, schließlich stecken die Tigers noch mit Haut und Haar im Kampf um den Klassenerhalt. Wieder DEL2 oder der Abstieg in die Oberliga – beides ist möglich. Wendel begründet den frühen Termin mit der gewünschten Planungssicherheit für die kommende Spielzeit. „Wir hatten ja in dieser Saison Probleme mit der Kaderzusammenstellung, weil wir aus unterschiedlichen Gründen spät dran waren. Das wird uns nun in dieser Form nicht mehr passieren.“ Denn: Die wichtigste Personalie ist geklärt.

Die vorzeitige Verlängerung sei für ihn nur Formsache gewesen, sagte Petri Kujala. „Ich war acht Jahre lang in Ravensburg und vier Jahre in Bad Nauheim. Ich bin kein Trainer für eine Übergangszeit.“ Dennoch, so betonte er, wäre er sicherlich nicht geblieben, wenn die Zusammenarbeit nicht gepasst hätte und nicht erkennbar gewesen wäre, dass man in Bayreuth etwas entwickeln wolle. „Aber es ist genau das Gegenteil. Ich habe hier ein sehr gutes Gefühl. Ich habe ja schon ein paar Jahre auf dem Buckel und kann das ganz gut beurteilen: Diese GmbH ist sehr gut geführt, Matthias macht einen klasse Job und ich weiß zu schätzen, dass man sich um alles kümmert.“ Selbst die Erinnerung an den holprigen Saisonstart habe nicht dazu geführt, besonders lange zu überlegen, als ihm Matthias Wendel das Angebot vorgelegt habe. „Ich wusste ja von vorneherein, dass es nicht einfach werden würde. Und wer so etwas nicht aushalten kann, der muss sich halt einen gescheiten Job suchen.“

Vertrag mit Stürmer Arnoldas Bosas aufgelöst

Erwartungsgemäß aufgelöst – und das in beiderseitigem Einvernehmen – wurde der Vertrag mit Stürmer Arnoldas Bosas. Der 28-jährige Litauer war aufgrund der Nachverpflichtungen von zunächst Jake Newton und nun Simon Karlsson als fünfter Kontingentspieler in den letzten Wochen kaum mehr zum Zug gekommen. Bosas war vor der Saison vom Oberligisten EV Regensburg nach Bayreuth gewechselt, absolvierte für die Tigers 20 Partien und verzeichnete dabei sieben Tore und vier Assists.

 

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