Tigers fegen den EV Weiden mit 9:2 vom Eis EHC Bayreuth feiert Kantersieg

Ein Verteidiger als Torjäger: Sebastian Wolsch (links) – hier mit Marcus Marsall – jubelte beim Derbysieg gegen den EV Weiden gleich über zwei Treffer. Foto: Kolb

Drittes Spiel gegen Weiden, dritter klarer Erfolg: Der EHC Bayreuth dominiert das kleine Derby gegen den EV Weiden in dieser Oberliga-Saison nach Belieben. Am Freitagabend gelang ein ungefährdeter 9:2 (0:1, 6:1, 3:0)-Heimsieg.

Allerdings nahmen die Hausherren erst im zweiten Drittel Fahrt auf – das aber dann richtig. Sechs Treffer schossen die Tigers zwischen der 21. und 40. Minute. Nachdem Jozef Potac (22.) per Fernschuss der 1:1-Ausgleich gelungen war, ging das Spiel nur noch in eine Richtung. Bayreuth war extrem dominant. Einem Doppelschlag in der 27./28. Minute folgte ein weiterer in der 34./35. – die Gäste brachen auseinander, die Partie war entschieden.

Die Bayreuther dominierten vor 2246 Zuschauern auch im Schlussabschnitt nach Belieben. Ließen hinten kaum etwas zu und kamen vorne immer wieder zu guten Chancen. „Die Jungs sind clever genug, um zu wissen, dass man vor dieser Kulisse 100 Prozent geben muss“, sagte EHC-Trainer Sergej Waßmiller. Um das aber auch wirklich zu wissen, war in der ersten Drittelpause eine Standpauke nötig.

Schwaches erstes Drittel

Denn im ersten Abschnitt riefen die Bayreuther nur 50 Prozent ihres Leistungsvermögens ab. Sie hatten im Spielaufbau Probleme, im Angriff blieb vieles dem Zufall überlassen. So nutzte Weiden in dem von Fehlpässen geprägten Spiel einen Aussetzer von Nicolas Sievers zur Führung. Der EHC-Torwart griff bei einem ungefährlichen Schlenzer von Marcel Waldowsky daneben. In der Folge rette Sievers aber gegen den durchgebrochenen Waldowsky (13.).

Erst jetzt übernahm der EHC das Kommando, erspielte sich ein Chancenplus. Den Rückstand nach 20 Minuten hatte er sich aber selbst zuzuschreiben – lange fehlte die richtige Einstellung zum Spiel. Die Tigers passten sich dem schwachen Spiel der Gäste an.

Weiden bot ohne die Leistungsträger Ales Jirik und Jiri Kuchler schon im ersten Spielabschnitt eine enttäuschende Vorstellung. Danach war die Leistung – abgesehen von Waldowsky und Torwart Daniel Huber – nur selten oberligawürdig. Sie wirkten hilflos gegen Tigers, die ihre Fans mit teils schön herausgespielten Treffern für die ersten 20 Minuten entschädigten.

Sievers und Mayer verletzt

Allerdings gab es trotz des Kantersiegs auch Wermutstropfen. Sebastian Mayer (Knieprobleme) und Sievers – er bekam einen Puck an den Oberschenkel – konnten im Schlussdrittel nicht mehr auflaufen. Ihr Einsatz am Sonntag (18 Uhr) in Erding ist zumindest fraglich. Definitiv fehlen wird Christopher Kasten, der wegen eines Kniechecks in der Schlussphase mit Spieldauerstrafe vom Eis musste und ein Spiel gesperrt ist.

Tore: 0:1 (7.) Waldowsky, 1:1 (22.) Potac (5 gegen 4), 2:1 (27.) Marsall, 3:1 (28.) Geigenmüller, 4:1 (34.) Kolozvary, 5:1 (35.) Kolozvary, 5:2 (37.) Holzmann, 6:2 (40.) Wolsch (5 gegen 4), 7:2 (41.) Kasten (5 gegen 4), 8:2 (51.) Wolsch (5 gegen 3), 9:2 (56.) Geigenmüller (5 gegen 4).

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