Thema Weihnachtsbotschaft Keine Abbitte verdient?

Zum Leserbrief „Regionalbischöfin und Erzbischof wären Opfer gewesen“, von Pfarrer i. R. Heinz Bogner, Kurier vom 3. Januar.

Mein Vorwurf muss ins Schwarze getroffen haben, wenn Pfarrer Bogner so wortgewaltig darauf reagiert. Die bischöflichen Weihnachtsbotschaften haben mir übrigens lediglich als Anlass gedient, zum Jahresende meine Gedanken einzubringen. „Geschmäht“,   so des Pfarrers Wortwahl,   habe ich „beide große Konfessionen in Deutschland“. Von denen ich mir ein „mea culpa“ für diesen barbarischen Konfessionskrieg erhofft habe.

Die kirchlichen Drahtzieher – dies fiel in meinem Brief der Kürzung zum Opfer –  haben zumindest im Anfang den metzelnden Kriegshorden ihren Beistand, den göttlichen (man ist da nicht bescheiden), zugesichert.

„Auf nach Magdeburg. Erschlagt die ungläubigen Ketzer! Gott mit uns! Von Bayern soll nur noch Schutt und Asche bleiben!“ Zitat nach einer Sendung des Bayerischen Rundfunks. Dort ist man nach des Pfarrers Meinung wohl auch unhistorisch.

Mit meiner unhistorischen Vorbildung stelle ich mit gesundem Menschenverstand fest: Ob Karl der Große die Sachsen „missionierte“, ob man im Mittelalter die „Heiligen Stätten“ von den Muslimen befreien zu müssen glaubte, ob man nach der Entdeckung Amerikas und bei der Erschließung Afrikas den „Wilden“ menschliche Würde und Lebensrecht absprach – die Heerführer konnten sich dabei des Rückhalts der religiösen Führer sicher sein. Die Opfer im Namen des „einzig wahren Glaubens“ haben keine Abbitte verdient?

 

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