Thema: Stromtrasse Genug Sand im Getriebe

Zum Artikel „Die Trassen kommen“, Kurier vom 2. März.

Man kann sich trefflich darüber streiten ob die Freien Wähler (FW) mit ihrer Aussage zu den Trassen recht haben oder nicht und ob Hubert Aiwanger und so mancher Kommunalpolitiker der Freien Wähler sich hier zu weit aus dem politischen Fenster lehnen, da der (bundes)politische Entscheidungszug dazu schon längst abgefahren ist.

Andererseits muss man sich an der Stelle auch vor Augen halten und sich fragen, wer denn für diese energiepolitische Einbahnstraße verantwortlich ist und ich bezweifle auch stark, dass es ohne massive Bürgerproteste zu einer Neuorientierung des Ausbaus, der Trassenführung und der Modalitäten (ob ober- oder unterirdisch) gekommen wäre.

Sich und seine Partei hier nun quasi im Nebensatz zum Retter der Entmündigten zu erheben und weiter zu monieren, dass der von der CSU akribisch und über Jahre systematisch in den Dreck gefahrene Karren nun innerhalb von Monaten von den Freien Wählern wieder flott zu machen ist, ist Populismus in Reinform und bestätigt hoffentlich nicht nur mir: Die CSU wurde zu Recht bei den Landtagswahlen abgestraft und teilentmündigt – hat aber leider noch immer nichts dazugelernt!

Lieber Herr Blume, mögen die FW daher nun in Ihren Augen populistischen Sand in jene Ihrer abtrünnigen Wähler streuen, so muss in Konsequenz auch festgestellt werden: Für weitaus problematischeren Sand im energiepolitischen Getriebe hat vorab schon zu Genüge Ihre Partei gesorgt.

 

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