Tage der alten Brauerei sind gezählt

Die alte Brauerei wird wohl abgerissen. Foto: Klaus Trenz

Die Stadträte folgen einer Empfehlung des Landesamts für Denkmalpflege und lassen das Umfeld des ehemaligen Brauereigasthofs Wagner noch einmal unter die Lupe nehmen, bevor die Nebengebäude abgerissen werden.

Damit will man feststellen, wie es sich mit weiteren Verlauf des unter Denkmalschutz stehenden Stadtmauerrestes verhält. Durch verputzte Außenwände ist dies bisher nicht in voller Gänze ersichtlich. Ein Büro für Bauforschung aus Bamberg soll nach einstimmigen Beschluss des Stadtrats der Sache auf den Grund gehen. 80 Prozent der Kosten der Bestandsuntersuchung in Höhe von knapp 3000 Euro übernimmt das Landesamt, der Stadt verbleiben nur 20 Prozent (600 Euro).

Mehrgeschossiges Rückgebäude

Die Abrissgenehmigung für die Nebengebäude des Gasthofs inklusive des ehemaligen Lokals Zeiserla hat die Stadtverwaltung bereits auf dem Tisch. Unter Denkmalschutz steht lediglich der Gasthof selbst. Allerdings weist das mehrgeschossige Rückgebäude (das ehemalige Brauhaus) teilweise Zierfachwerk auf, welches laut Landesamt auch Denkmalqualitäten aufweist. Allerdings wird es der Stadt trotzdem selbst überlassen, ob man das alte Brauhaus für schützenswert hält oder nicht.

Schützenswertes Gebäude

Selbst nach einer Untersuchung, die das Gebäude als schützenswert erachten würde, kann die Stadt immer noch entscheiden, ob sie es erhalten will. es in ein Nutzungskonzept mit einbezieht oder abreißt - unter strengem Denkmalschutz wird es nicht gestellt werden.

Die Tendenz im Stadtrat für das alte Brauhaus zeigt auf Abriss. Man hat die Einschätzung eines Statikers eingeholt, der laut Meyer erklärte dass das Gebäude mit dem alten Bestand so verwoben sein, dass es beim Abriss von Nebengebäuden "mit wegfliegt". Stehen bleiben muss die alte Stadtmauer, die dann von der maroden alten Scheune, die angebaut wurde, befreit wird.

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