Stabübergabe bei der Polizei

Stabübergabe bei der Polizei in Auerbach, von links: Polizeipräsident Gerold Mahlmeister, Manfred Weiß (der neue Leiter der Inspektion, sein Vorgänger David Schaffer und der Personalratsvorsitzende Michael Hinrichsen. ⋌Foto: Klaus Trenz

Der Amtswechsel an der Spitze der Polizeiinspektion (PI) Auerbach ist vollzogen. Interimsleiter David Schaffer wurde gestern bei einer Feierstunde des Polizeipräsidiums Oberpfalz im Vereinsheim der Knabenkapelle verabschiedet und Polizeihauptkommissar Manfred Weiß als neuer Leiter der PI in sein neues Amt eingeführt.

Polizeipräsident Gerold Mahlmeister stellte die gute Sicherheitslage im Zuständigkeitsbereich der PI Auerbach heraus, die Schaffer halten habe können. Die Aufklärungsquote liege bei 74 Prozent und damit sei die Region eine der sichersten in Bayern. Schaffer habe als Interimsleiter für ein halbes Jahr neue Impulse gesetzt und einerseits die Dienststelle mit ihren 39 Stellen und andererseits den Sicherheitsstandard für die Bevölkerung weiterentwickelt.

Aus Sulzbach-Rosenberg

Der 35-jährige Polizeihautkommissar wird wieder an seinen vorherigen Arbeitsplatz in Würzburg wechseln, wo er Mitglied des Projektmanagements bei der 3. Bereitschaftspolizeiabteilung wird. Schaffer selbst erklärte in Auerbach „viele wertvolle Einrücke bekommen und Erfahrungen“ bekommen zu haben. Er habe bei der PI Auerbach Teamarbeit vorgefunden. Manfred Weiß ist 1960 in Sulzbach-Rosenberg geboren, verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Er wurde 1979 bei der bayerischen Polizei im mittleren Dienst eingestellt und war zunächst bei der Bereitschaftspolizei in Nürnberg eingesetzt.

Studium für den gehobenen Dienst

Dann begann er mit dem Studium für den gehobenen Dienst. Er wurde 1984 Dienstgruppenleiter bei der PI München-Moosach. 1993 wechselte er als Zugführer zur Bereitschaftspolizei in Sulzbach-Rosenberg, wo er ab als 1996 Klassenleiter und zugleich Fachlehrer tätig war. Weiß geht also von der Ausbildung „ins echte Polizeileben“, wie Personalratsvorsitzender Michael Hinrichsen meinte. Weiß selbst machte nicht viele Worte. Ihm lag aber viel daran, das „Engagement der Mitarbeiter“ der PI Auerbach herauszustellen, die Ideen Schaffers umgesetzt hätten und hoffte auf die gleiche Einstellung in seiner Amtszeit.

Kritische Worte

Einige kritische Worte gab es von Michael Hinrichsen über das „leidige Thema Personal“. Zwar habe sich die Zahl der Auszubildenden in Bayern von rund 2000 auf 4000 erhöht, aber man solle „nicht glauben, dass wir mehr sind, als wir jemals waren“. Hinrichsens Forderung an die bayerische Politik: „Wir brauchen mehr Stellen, denn nur dann kann es für die Polizei Entlastung geben“. Außerdem kritisierte Hinrichsen zwischen den Zeilen die Beförderungspraxis innerhalb der Polizei. Weiß wurde da deutlicher: „Der Staat leistet sich das, wenn man vorwärts kommen will, dass man woanders hin muss“.

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