Simon Hüttel: Tagessieg beim Alpencup

Mit 104,5 Metern holte sich Simon Hüttl beim Alpencup in Hinterzarten die drittbeste Tagesweite, um dann am Ende mit 0,2 Sekunden Vorsprung den Tagessieg unter Dach und Fach zu bringen. Foto: Klaus Purucker

Seinen bislang größten sportlichen Erfolg feierte der 17-jährige Simon Hüttel (WSV Weißenstadt) mit dem Tagessieg im vorletzten Sommerwettbewerb des Alpencups der Nordischen Kombination in Hinterzarten.

Im Kombinationssprung auf der Adlerschanze landete er im Sprintwettbewerb zunächst mit drittbester Tagesweite bei 104,5 m, nach diesem einzigen Sprung bedeutete dies den dritten Rang vor dem abschließenden Skirollerlauf über 5 Kilometer. Der Fichtelgebirgler hatte hier 22 Sekunden Rückstand auf den mit 107,5 m nach dem Springen führenden Manuel Einkemmer (WSV Wörgl/AUT) aufzuholen. Zeitgleich mit Hüttel gingen auch Christian Deuschl (SV Absam/AUT) und der Deutsche David Mach (TSV Buchenberg) auf die Strecke, nur acht Sekunden dahinter folgte der zunächst fünftplatzierte Ondrj Pazout (Dukla Liberec/CZE) und Sekundenbruchteile ein Trio des Deutschen Skiverbandes mit Maximilian Pfordte (WSV Grüna), Julian Ketterer (SZ Breitnau) und Julian Schmid (SC Oberstdorf). Ein packendes Rennen folgte, bei dem der führende Einkemmer vom Verfolgertrio und deren Verfolgern über die 5 km Skirollerstrecke gejagt und gestellt wurde. Eng war es während des gesamten Rennverlaufs mit zahlreichen Positionswechseln. Am Ende ging es äußerst knapp aus. Simon Hüttel sicherte sich im Fotofinish mit nur 0,2 Sekunden Vorsprung seinen ersten Tagessieg im Alpencup vor Pazout, Deuschl (– 0,4 Sek), Einkemmer (– 3,5 Sek.), Pfordte (– 3,7 Sek.).

Disqualifikation am zweiten Tag

Dass Erfolg und Niederlage knapp beieinander liegen können, zeigte sich am zweiten Wettkampftag beim Einzelwettbewerb über 10 km, zum Abschluss der Sommerwettbewerbe. Hier musste Hüttel in die Skisprung-Materialkontrolle und dort wurde festgestellt, dass sein Skisprunganzug knapp, aber zu groß ist. Hüttel wurde dadurch disqualifiziert, nahm dies aber relativ gelassen. Er wusste, dass er etwas abgenommen hatte und es an den Messstellen der Kontrollmessung sehr knapp ausfallen könnte. „Leider steht uns nur ein Wettkampfanzug zur Verfügung“, sagte er nach der Entscheidung, „das ist oft aber auch bei anderen sehr knapp“.

Dass er damit umgehen kann, zeigt ein Blick nach vorne. So ist der Weißenstädter im Alpencup derzeit einer der jüngeren Aktiven und dort noch zwei Jahre startberechtigt, somit gilt er nicht nur als einer der Favoriten für die anstehenden Winterwettbewerbe, sondern auch für die nächsten Jahre. In der Alpencupwertung der laufenden Saison liegt Hüttel vor den Winterwettbewerben auf Rang vier.

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