Millioneninvestition Neubau: Firma Medi wächst in die Höhe

Rund 32 Millionen Euro investiert die Firma Medi an ihrem Firmensitz an der Medicusstraße. In der Summe enthalten sind die Kosten für ein Parkhaus und für ein neues, rund 40 Meter hohes Verwaltungsgebäude.⋌Grafik: Medi

BAYREUTH. 40 Meter hoch wird das neue Verwaltungsgebäude der Firma Medi auf ihrem Standort an der Medicusstraße. Auf neun Stockwerken mit einer Gesamtfläche von rund 10.000 Quadratmeter sollen rund 400 Arbeitsplätze entstehen. Bayreuths Rechtsreferent und berufsmäßiger Stadtrat Ulrich Pfeifer stellte das Millionenprojekt, das bis Ende 2020 fertiggestellt sein soll, in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses vor.

Bei dem Bauvorhaben der Firma Medi handele es sich um die „wichtigste und bedeutendste Investition der letzten Jahre“, schwärmte Pfeifer von dem Bauvorhaben. Dieses sei ein „beeindruckendes Bekenntnis der Firma Medi zum Standort Bayreuth“.

Die Kosten für das Verwaltungsgebäude, das gemäß Flächennutzungsplan im Gewerbegebiet liege, gab Pfeifer mit rund 32 Millionen Euro an. Die Entwicklung des Unternehmens erfordere einen erhöhten Raumbedarf, der durch die Errichtung eines neuen Verwaltungsgebäudes gedeckt werden solle. Der achtgeschossige Neubau sei weithin sichtbar und biete neue, attraktive, innovative und flexible Arbeitsplätze. „Wir können stolz sein, dass Medi seinen Stamm- und Hauptsitz in Bayreuth hat“, betonte Pfeifer.

Begrüntes Flachdach

Zur Bauausführung berichtete Pfeifer, dass das Flachdach des Sockelgeschosses, auf dem der Turm aufsitze, begrünt werde und damit Lebensraum für Insekten und Vögel biete.

Auf Anfrage des Kuriers nach weiteren Details zum Bau des Verwaltungsgebäude antwortete die Firma Medi mit einer Pressemitteilung. Darin heißt es, dass Medi mit dem Neubau ein „sichtbares Bekenntnis zum Standort Oberfranken“ setze. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Bayreuth erweitere sein Firmengelände um ein Verwaltungsgebäude und investiere dafür in zweistelliger Millionenhöhe.

Die von Pfeifer genannten Summe von 32 Millionen Euro sei jedoch nicht die Summe allein für den Neubau, sondern sie beinhaltet neben dem Neubau (dem Verwaltungsgebäude) auch noch weitere Maßnahmen wie zum Beispiel das neue Parkhaus, das derzeit entstehe.

Herzstück des Neubaus sei der zentrale, offene Marktplatz, der von allen Gebäuden erreichbar sei. Dort entstehe ein Restaurant mit Terrasse als Treffpunkt für Firmengäste und Mitarbeiter. Ein großzügiger Empfangsbereich, Meeting-Möglichkeiten sowie Präsentationsebenen für die Medi Markenwelt würden das Konzept abrunden, teilt Medi mit.

Heizung mit Erdwärme

Punkten könne der Neubau auch beim Thema Energiekonzept mit Nachhaltigkeit und dem achtsamen Einsatz regenerativer Ressourcen. Die Geothermie nutze die Erdwärme zum Heizen und zur Kühlung. Die Stromerzeugung werde durch eine moderne Photovoltaikanlage unterstützt. Die Bauweise in die Höhe spare Grundstücksfläche. Diese werde bewusst zur Begrünung genutzt und biete gegebenenfalls Kapazitäten für zukünftige Erweiterungen.

Geschäftsführer Stefan Weihermüller betont in der Pressemitteilung, dass seine Firma neben dem Neubau auch in die Modernisierung der bestehenden Gebäude investiere. „Aktuell entsteht ein Parkhaus mit über 500 Stellplätzen auf dem Gelände. Gerade bei Schichtwechseln waren unsere Mitarbeiter oft auf Parkplatzsuche, das gehört bald der Vergangenheit an“, so Weihermüller.

Auch wenn es aufgrund des Neubaus zwei Überlagerungen der Abstandsflächen zu den vorhandenen Bestandsbauten gebe, wie Pfeifer berichtete, stimmten die Mitglieder des Bauausschusses dem Bauvorhaben zu. „Wir hätten“, sagte Grünen-Stadträtin Sabine Steininger, „auch ohne den Werbeblock zugestimmt.“

 

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