Mehr Urlauber im Fichtelgebirge

Das Fichtelgebirge zog im vergangenen Jahr mehr Urlauber an. Die positive Entwicklung kam am Ochsenkopf aber nicht in allen Kommunen an. Foto: Archiv (Manfred Sieber)

Im Fichtelgebirge ist die Zahl der Gästeübernachtungen im vergangenen Jahr um 2,6 Prozent gestiegen. Dieses Plus ist in den Ochsenkopfgemeinden nicht überall angekommen. Davon abgesehen sind die Zahlen aus zwei Gründen nur eingeschränkt aussagekräftig.

Fichtelgebirge: 1,1 Prozent mehr Gäste, 2,6 Prozent mehr Übernachtungen weist das Statistische Landesamt für das Jahr 2017 im Vergleich zu 2016 aus.

Aber: Die Zahlen geben nur das Bild in Betrieben mit zehn und mehr Betten wieder. Kleine Privatvermieter, die immer noch einen großen Teil des Angebots im Fichtelgebirge ausmachen, fließen in diese Zahlen nicht ein. Sie werden erst erfasst mit einer separaten Statistik für die prädikatisierten Städte und Gemeinden, die im Lauf der nächsten Woche vorliegen soll.

Zweites Manko: Die Zahlen für das Fichtelgebirge schließen auch die Daten aus den Städten Hof und Bayreuth ein. Bayreuth hatte 2017 ein geringfügiges Minus – was zu erwarten war, weil die Landesgartenschau 2016 die Zahlen in die Höhe getrieben hatte. Bedeutet umgekehrt: Für das Fichtelgebirge alleine müssten die Zahlen sogar noch besser sein, als die Statistik wiedergibt.

Das zweite große Urlaubsgebiet im Landkreis Bayreuth, die Fränkische Schweiz, hatte 2017 übrigens stagnierende Zahlen: 0,1 Prozent mehr Gäste und identische Übernachtungszahlen.

Der Ochsenkopf: Die Entwicklung in den vier Ochsenkopfkommunen ist unterschiedlich. Die nach Bettenzahlen kleinste Gemeinde, Mehlmeisel, hat die größten Zuwächse, nämlich 11,8 Prozent mehr Gäste und drei Prozent mehr Übernachtungen. Ebenfalls bei beiden Kennziffern im Plus ist Warmensteinach: 3,4 Prozent mehr Gäste, 2,5 Prozent mehr Übernachtungen. Uneinheitlich die Zahlen in Bischofsgrün: 2,2 Prozent weniger Gäste, aber 1,8 Prozent mehr Übernachtungen. Zweimal Minus dagegen in Fichtelberg: 0,9 Prozent weniger Gäste und 3,8 Prozent weniger Übernachtungen.

Liegt nicht am Ochsenkopf, aber trotzdem einen Blick wert: Bad Berneck. Hier gab es 2017 genau 8,7 Prozent weniger Urlauber und Übernachtungsgäste. Doch die, die kamen, blieben offenbar länger, denn das Minus bei den Übernachtungen beträgt nur 1,6 Prozent.

Landkreis Wunsiedel: Hier stechen, wie bereits berichtet, zwei Kommunen heraus: Bad Alexandersbad (wo im Mai 2017 das neue Alexbad eingeweiht wurde) und Weißenstadt, wo es seit Oktober 2016 das Gesundzeitressort Siebenquell (Therme und Hotel mit 224 Betten) gibt. Bad Alexandersbad hatte 2017 genau 26 Prozent mehr Übernachtungen, Weißenstadt sogar 55,6 Prozent.

Ein Blick nur auf die Dezemberzahlen zeigt indes eine unterschiedliche Entwicklung: Im Dezember allein gab es in Weißenstadt noch mal 27,1 Prozent mehr Übernachtungen, obwohl im Vergleichsmonat Dezember 2016 das „Siebenquell“ schon den Betrieb aufgenommen hatte. In Bad Alexandersbad stiegen im Dezember die Übernachtungen um 7,3 Prozent, die Zahl der Gäste aber nur um 0,1 Prozent, obwohl im Dezember 2016 das Alexbad noch nicht in Betrieb war. Hier ist also noch Luft nach oben.

Bayern: In ganz Franken hatte der Zuwachs 2017 bei 2,1 Prozent mehr Gästen und 1,6 Prozent mehr Übernachtungen gelegen. Das ist der niedrigste Zuwachs in Bayern. Ostbayern hatte 2,1/1,7 Prozent Zuwachs, noch höher sind die Zuwächse im Allgäu und Bayerisch-Schwaben, relativ am höchsten sind sie in Oberbayern: 7,3 Prozent mehr Gäste, sechs Prozent mehr Übernachtungen. Die Zahlen für Ostoberfranken allein sind auch positiv, sie bleiben aber noch unter denen von Franken: 0,2 Prozent mehr Gäste, 1,1 Prozent mehr Übernachtungen.

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