Medizincampus Bisschen Medizin

Foto: red

KOMMENTARE. Gut, dass das bayerische Kabinett an der Idee festhält, in Bayreuth ein Medizinstudium zu ermöglichen. Zumindest werden damit für eine gewisse Zeit Medizinstudenten in Bayreuth arbeiten und wohnen. Und womöglich bleibt ein Teil von ihnen sogar hier, weil er sowieso aus der Region kommt.

Doch bei aller Freude über diese strukturpolitische Entscheidung darf nicht vergessen werden: Ein Medizinstudium in Oberfranken wird damit nicht möglich. Denn die angehenden Mediziner sind Erlanger Studenten, deren Zentrum Mittelfranken bleibt, wo es eine etablierte Ausbildung an der Universität Erlangen-Nürnberg und am Uni-Klinikum Erlangen gibt.

In Unterfranken bietet Würzburg ein Medizinstudium an. Aber in Oberfranken fehlt das Komplett- Angebot noch immer. Nur eine reichlich komplizierte Kooperation macht das Studium der Humanmedizin Erlangen-Nürnberg/Bayreuth überhaupt möglich. Der Verbund stärkt alle Partner ein bisschen und keinen richtig.

Es ist ein respektabler Versuch, dem Einwohnerrückgang entgegenzuwirken und die Gesundheitsversorgung zu verbessern. Aber wer aus Oberfranken kommt und in der Nähe studieren will, muss trotzdem zunächst weg. Und wer einmal weg ist, kommt so leicht nicht wieder.

ute.eschenbacher@
nordbayerischer-kurier.de

 

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