Medi-Team gewinnt in Frankfurt 75:61

Ziemlich intensiv wurden viele Zweikämpfe geführt. In dieser Szene bekam Skyliners-Center Mike Morrison (Mitte) von De’Mon Brooks (links) und Trey Lewis (rechts) keinen Spielraum für einfache Punkte. Foto: Eibner-Pressefoto

Im sechsten Testspiel für die neue Bundesligasaison hat Medi Bayreuth weitere Fortschritte unter Beweis gestellt. Beim letztjährigen Bundesliga-Dritten Skyliners Frankfurt gelang am Mittwochabend ein überraschend klarer Sieg mit 75:61 (34:30).

Auch wenn die Frankfurter nicht optimal besetzt waren – der junge 2,18-m-Center Daniel Mayr fehlte, Neuzugang Antonio Graves kam erst in der zweiten Halbzeit häufiger zum Einsatz, dafür sein US-Landsmann Shavon Shields gar nicht mehr –, war doch die Souveränität des Bayreuther Sieges sehr beachtlich. Aus der 5:0-Führung wurde zwar ebenso schnell ein 5:8-Rückstand, aber nach einer Auszeit gelang eine nachhaltige Wende vom 9:12 zum 21:15-Vorsprung am Ende des ersten Viertels. Den größten Beitrag dazu leistete Trey Lewis, der nach zehn Minuten schon neun Punkte gesammelt hatte. Zudem verschob die Einwechslung von Assem Marei die Kräfteverhältnisse auf der Centerposition, wo sich der Ägypter besser gegen den eckigen Mike Morrison durchsetzen konnte als anfangs Andreas Seiferth. Mit je fünf Punkten in den ersten beiden Vierteln avancierte Marei sogar zum Topscorer der ersten Halbzeit.

Im zweiten Viertel nahm die körperliche Intensität noch erheblich zu. Das ging auf beiden Seiten zulasten der Korbausbeute, zumal auch manche klare Chance vergeben wurde. Dass die Bayreuther auch bei dieser Spielweise beständig die Nase vorn behielten, hatten sie nicht zuletzt ihrer makellosen Freiwurfquote (14/14) zu verdanken (Frankfurt 2/6).

18 Anderson-Punkte in der zweiten Halbzeit

Die Weichen zum Sieg stellte das Medi-Team mit einem starken dritten Viertel. Dabei ragte Kyan Anderson heraus, der allein in diesem Abschnitt elf Punkte sammelte von insgesamt 18 in der zweiten Hälfte. Der US-Guard variierte geschickt das Tempo, erarbeitete sich damit selbst gute Chancen (7/8 Zweier), vergaß aber auch die Nebenleute nicht (sieben Assists). Anderson gab auch den letzten Pass beim schönsten Angriff des Abends, den Nate Linhart unter dem Korb zum 49:38 abschloss (27.). Danach brachten die Bayreuther den Sieg sicher ins Ziel, auch wenn die Dreier des Frankfurter Aufbauspielers Max Merz einige Nadelstiche setzten.

Statistik

Skyliners Frankfurt: Agva (2 Punkte), MERZ (20), ILZHÖFER (5), Zeeb (5), Graves (7), ROBERTSON (10), MORRISON (0), Shields (0), KIEL (12), Schubert; Dreier: Merz (5), Robertson (2), Ilzhöfer, Graves, Zeeb (je 1); Freiwürfe: 7/13.

Medi Bayreuth: ANDERSON (20 Punkte / 28:21 Min. Einsatzzeit / Plus-Minus-Bilanz: 9), LINHART (8/31:47/16), SEIFERTH (4/22:22/3), LEWIS (13/ 26:20/3), Wachalski (0/17:29/6), Amaize (6/26:51/13), Trieb (3/5:05/ 0), BROOKS (9/23:01/8), Adler (0/ 1:36/1), Marei (12/17:08/11); Feldwurfquote: 23/52 (44 Prozent), davon 4/20 Dreier (20 Prozent): Trieb (1/2), Brooks (1/3), Lewis (1/4), Anderson (1/6); Freiwürfe: 25/26 (96 Prozent); Rebounds: 20 defensiv, 9 offensiv (Marei 3/3); Ballgewinne: 12 (Anderson 3); Ballverluste: 18; Assists: 16 (Anderson 7); Effektivität: 85 (Anderson 27, Marei 14, Lewis 12.

Am Sportpark 3, 95448 Bayreuth

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