Medi Bayreuth: Der nächste Auswärtscoup

Rassige Duelle unter den Körben lieferten sich, wie in dieser Szene, Medi-Center Assem Marei (am Ball) und sein Gegenüber Alec Brown. Elf Punkte standen am Ende für Marei zu Buche, acht für Brown. Foto: Peter Mularczyk

Medi Bayreuth darf weiter von der Teilnahme an den Playoffs der Champions League träumen. Am Dienstagabend gewann die Mannschaft von Trainer Raoul Korner beim spanischen Traditionsclub Estudiantes Madrid 76:68 (34:39) und übernahm damit sogar die Tabellenführung in Gruppe C. Die ersten vier Teams qualifizieren sich fürs Playoff-Achtelfinale.

Matchwinner in der kampfbetonten Partie war Steve Wachalski, der acht seiner 16 Punkte im Schlussabschnitt erzielte. Der etatmäßige Topscorer Gabe York blieb indes mit nur fünf Zählern deutlich unter seiner gewohnten Ausbeute. Für Medi war es bereits der vierte Auswärtserfolg auf internationalem Parkett (zuvor in Radom, Ljubljana und Straßburg).

Angesichts der Ausgeglichenheit der Gruppe ist aus den verbleibenden zwei Vorrundenspielen am 31. Januar zu Hause gegen Umana Reyer Venedig und am 6. Februar bei AEK Athen dennoch ein weiterer Sieg nötig.

Anders als bei der 84:90-Niederlage im Hinspiel erwischten die Bayreuther den besseren Start und gingen durch vier Punkte des für Andreas Seiferth in die Startformation gerückten Assem Marei und einen Dreier von De’Mon Brooks mit 7:0 in Führung. Fast drei Minuten vergingen bis zum ersten Korberfolg der Gastgeber. Dann kam der Angriffsmotor der Madrilenen jedoch ins Laufen, der von Medi indes geriet ins Stottern. Mit einer 20:15-Führung von Estudiantes endete das erste Viertel.

Nicht viel anders das Bild zu Beginn des zweiten Abschnitts: Gabe York wurde gut abgeschirmt, auch seine Mitspieler konnten sich kaum in Szene setzen. Durch aufeinanderfolgende Dreier von 2,16-Meter-Hüne Alec Brown und Aleksandar Cvetkovic zogen die Spanier bis zur 16. Minute auf 35:22 davon. Raoul Korner sah sich zu seiner zweiten Auszeit gezwungen – und die hatte Erfolg. Dank einer nun aggressiveren Verteidigung und mehr Entschlossenheit im Angriff kam sein Team bis zur Pause auf 34:39 heran.

Nach Seitenwechsel konnte Medi weiter verkürzen. Durch einen einen 10:0-Lauf gelang sogar die 50:48-Führung durch einen Verzweiflungswurf von James Robinson im Fallen (27.). Danach wurde die Partie kampfbetonter, mehrfach wechselte die Führung hin und her.

Die Bayreuther setzten nun vermehrt auf ihre Stärke von der Dreierlinie, von der zuvor nur wenig zu sehen war. Viereinhalb Minuten vor Schluss lagen die Madrilenen noch 68:65 in Führung, bis Spielende gelang ihnen jedoch kein einziger Punkt mehr. Medi schlug daraus Kapital. Wachalski sorgte für den 67:68-Anschluss, Robinson holte die Führung zum 69:68 zurück. Auch drei verworfene Freiwürfe hintereinander richteten keinen Schaden mehr an.

Linharts Dreier zum 76:68-Endstand 23 Sekunden vor Schluss sorgte noch für den Sieg im direkten Vergleich, der im Endklassement von großer Bedeutung werden könnte.

Estudiantes Madrid: CVETKOVIC (7 Punkte), Hakanson (8), Brizuela (3), Vicedo (0), COOK (5), Pena, Suton (10), LANDESBERG (13), Sola, Brown (8), CANER-MEDLEY (6), Arteaga (8).

Medi Bayreuth: ROBINSON (12), Cox (0), LINHART (8), Doreth (3), Seiferth (4), Wachalski (16), Amaize (3), BROOKS (14), YORK (5), MAREI (11).

Schiedsrichter: Lorenzo Baldini (Italien), Aleksandar Milojevic (Mazedonien), Arnis Ozols (Lettland).

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