Landesgartenschau: Besucher lassen sich vom schlechten Wetter nicht den Spaß verderben - Geschäftsführer zufrieden 18.000 Besucher an den ersten drei Tagen

Dauerregen, Graupelschauer, schneidend kalter Wind oder Temperaturen ganz knapp über dem Gefrierpunkt. Ein Wetter, bei dem man normalerweise wenige Menschen draußen trifft. In Bayreuth ist das anders. Weil Landesgartenschau ist. Knapp 20.000 Menschen, schätzen die Geschäftsführer der Landesgartenschau-Gesellschaft, waren an den ersten drei Tagen in der Wilhelminenaue. Dem Wetter zum Trotz.

Sonntagnachmittag. Kurz nach 14 Uhr hat Ross Anthony die Seebühne und seine Fans davor fest im Griff. Ein großer Graupelschauerklops hat das Gartenschaugelände gerade nur gestreift. Der Süden Bayreuths war für kurze Zeit weiß. Eisiger Wind fegt über die Aue, natürlich besonders am Auenbogenweg zu den Kabinetten. Dagmaß Voß, die Geschäftsführerin der Landesgartenschau-Gesellschaft und ihr Kollege Ulrich Meyer zu Helligen treffen sich mit unserer Zeitung zur Bilanz. Drei Tage Landesgartenschau. "Es fängt sehr gut an", sagt Dagmar Voß. "Und das war erst der Anfang. Wir sind sehr zufrieden. Es hat alles stattgefunden, was geplant war. Es ist nichts grundsätzlich schiefgegangen." 18.000 Besucher, schätzen Voß und Meyer zu Helligen, haben an den erste drei Tagen die Gartenschau in Bayreuth besucht. "Die größte, die es jemals in Bayern gegeben hat", sagt Voß. "Und gerechnet auf die Fläche auch die billigste." 

Eröffnungstag überraschte alle

Fein gemacht hat der Eröffnungstag die Bilanz des ersten Wochenendes. "Bis zum Abend waren es über 10.000 Menschen. Selbst am Abend sind sehr viele noch gekommen. Vermutlich die Dauerkartenbesitzer. Das war eine sehr entspannte Atmosphäre", sagt Voß. "Ich war jeden Tag hier. Und ich habe jeden Tag Leute gesehen, die ich an den anderen Tagen auch gesehen habe", sagt Meyer zu Helligen. "Die Landesgartenschau scheint sich zu einem Treffpunkt zu entwickeln." Rund 10.000 Besucher, das habe es bei den vergangenen Landesgartenschauen am ersten Tag nicht gegeben. "Das Interesse zeigt sich auch daran, dass an den Kassen hier 360 Dauerkarten verkauft wurden. Das ist schon enorm", sagt Voß. "Und dass die Leute hier aus der Region aufs Gelände kommen, zeigt auch: Sie haben Spaß an dem, was geboten wird. Und sie sind wetterfest, die Oberfranken."

Improvisieren am Samstag

Der verregnete Samstag habe ein wenig Improvisationstalent verlangt. André Riedel vom Veranstaltungsmanagement und seine Kollegen schleppten Boxen von der Seebühne in die Blumenhalle, um das Konzert von Landmusigg unter Dach stattfinden lassen zu können. "War ganz heimelig, das Konzert", sagt Meyer zu Helligen. Zu den ganz Harten gehörten die Teilnehmer des oberfränkischen Wirtschaftstags. Die Bierprobe "haben sie wie geplant durchgezogen. Wir waren auch dort. Und wahrscheinlich alle Leute, die auf dem Gelände waren, waren mit dabei", sagt Voß. Kommentar von Bernd Sauer, Vorsitzender des Vereins Bierland Oberfranken, am Samstag im Gespräch mit unserer Zeitung: "Probleme, dass das Bier warm werden könnte, haben wir sicher keine."  

Keine größeren Probleme

Größere Schwierigkeiten sind den Geschäftsführern bislang nicht gemeldet worden. "Wir haben am Montag ein Treffen mit der Polizei, dem Straßenverkehrsamt, dem Parkplatzbetreiber und dem Sicherheitsdienst. Außerdem machen wir einen Kassensturz und haben dann auch belastbare Zahlen, wie viele Leute tatsächlich hier waren", sagt Meyer zu Helligen. Ein Verkehrsthema, das bei dem Treffen sicher eine Rolle spielen wird, "ist das wilde Parken am Nordeingang in der Eremitagestraße. Es ist zumutbar, dass die Leute zu den ausgewiesenen Parkplätzen fahren", sagt Meyer zu Helligen. Die Parkautomaten, die am Freitag abgedeckt waren, funktionieren. "Auch die Parkplätze, die wir hier haben, sind ausreichend", sagt Voß. "Notfalls müssen wir mit baulichen Maßnahmen in der Eremitagestraße ran", sagt Meyer zu Helligen. "Das klären wir."

 

 

Dirt-Bike-Anlage: Nachbesserung nötig

Klärungsbedarf gibt es bei einem einzigen Bereich: im Sportkabinett bei der Dirt-Bike-Anlage. "Der TÜV hat gesagt, wir müssen noch einmal ran und dann eine zweite Begutachtung machen lassen", sagt Meyer zu Helligen auf Nachfrage. Weil ein anderer Ausstellungsbereich über die Dirt-Bike-Anlage angefahren werden musste, hat es Schäden gegeben, die mit dem falschen Material behoben wurden. "Es besteht Verletzungsgefahr, wenn es so bliebe. Aber wir sind dran." Dann dürfen die Dirt-Biker, die mitgeholfen haben beim Bau, auch auf die Anlage. "Wenn sie einen Arbeitsausweis beantragt haben, können sie rein ins Gelände und auch ihr Rad mitnehmen. Alle anderen haben die Möglichkeit, mit den Rädern, die wir angeschafft haben, samstags unter Anleitung zu fahren." 

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