Klassenerhalt möglich Altstädter wollen beim kleinen Club bestehen

Da war der Bann im Heimspiel gegen den SV Schalding-Heining gebrochen: Alexander Piller (links) überwand nach einer feinen Vorarbeit des starken Christoph Fenninger Gäste-Torwart Markus Schöller zum 1:0. Patrick Weimar machte in der 90. Minute den Endstand perfekt. Foto: Peter Kolb

FUSSBALL. Es wird das Duell zwischen dem Zweit- und Drittplatzierten der Rückrundentabelle der Regionalliga Bayern: Am Samstag um 14 Uhr steigt auf dem Club-Gelände am Valznerweiher das Kräftemessen zwischen dem 1. FC Nürnberg II und der SpVgg Bayreuth. In der Gesamttabelle trennen die Teams vor dem 29. Spieltag vier Plätze. Der kleine Club blickt als Dritter auf 49 Zähler, die an siebter Stelle postierten Altstädter auf deren 39.

„Einen Sieg brauchen wir noch, dann sind wir durch. Denn über 40 Punkte sollten heuer reichen“, sagte der Bayreuther Coach Timo Rost im Anschluss an den jüngsten 2:0-Heimerfolg gegen den SV Schalding-Heining. Soll heißen, die Altstädter hätten dann ihr Ziel, den Klassenerhalt, vorzeitig geschafft. Kaum vorstellbar, wenn man sich den miserabelsten Saisonstart der Vereinsgeschichte mit sechs Zu-Null-Niederlagen hintereinander ansieht.

Doch nach der Beurlaubung von Josef Albersinger kam mit Rost dann die Wende: Seit seinem Amtsantritt Anfang September vergangenen Jahres brachten die Altstädter 35 Zähler auf die Habenseite. Eine Leistung, für die ihm sein ehemaliger (und vielleicht bald wieder künftiger) Geschäftsführer Wolfgang Gruber allen Respekt zollt. „So etwas schafft nicht jeder“, lobte der 51-Jährige in einem Gespräch mit dem Kurier. Freilich wecke ein derartiger Umschwung auch die Begehrlichkeiten anderer Vereine, doch wollen die Altstädter den 40-Jährigen unbedingt halten.

Sulejmani-Doppelpack beim Altstädter 3:0-Hinspielerfolg

Das Hinspiel im Hans-Walter-Wild-Stadion endete mit einem klaren 3:0-Erfolg der Rost-Elf, Shpetim Sulejmani schnürte in der 25. und 46. Minute einen Doppelpack, Anton Makarenko machte nach 49 Minuten bereits den Endstand perfekt. Damals gingen die Nürnberger mit der Empfehlung ins Rennen, vorher viermal hintereinander nicht verloren zu haben. Zwei Remis gegen Schalding-Heining und den FC Schweinfurt 05 waren damals den Siegen in Illertissen und gegen den SV Heimstetten gefolgt.

Diesmal sind es sogar vier Erfolge am Stück, die das Team des neuen Trainers Fabian Adelmann feiern durfte. Der erst 27-Jährige ersetzte Reiner Geyer, der im Oktober zum österreichischen Erstligisten Admira Wacker Mödling wechselte. Zuletzt beim 2:1-Erfolg im Willy-Sachs-Stadion in Schweinfurt musste der kleine Club nur in der Schlussphase ein wenig zittern, nahm die Punkte aber am Ende hochverdient mit. Bester Torschütze ist mit sieben Treffern ein Mittelfeldspieler: Dominik Steczyk. Und das Glanzstück stellt die Abwehr dar, die mit 27 Gegentreffern gerade einmal zwei Tore mehr hinnehmen musste als Klassenprimus FC Bayern München.

Vorfreude auf das Spiel

„Wir freuen uns auf das Spiel, weil wir auf einen Gegner treffen, der zur Zeit gut in Form, aber auch verwundbar ist“, sagt der Altstädter Coach. „Wir können dort auch zeigen, was wir draufhaben.“ Und umreißt seine taktischen Überlegungen. „Wir wollen wie zuletzt defensiv kompakt stehen, gut gegen den Ball arbeiten und vorne unsere Chancen nutzen.“ Das 2:0 gegen die Schaldinger ordnet Rost in die Kategorie „absolut souverän und verdient und gewonnen“ ein: „Darauf wollen wir uns aber nicht ausruhen.“

Neue personelle Möglichkeiten

Personell eröffnen sich dem Altstädter Trainer neue Möglichkeiten: So ist Freistoß-Spezialist Christopher Kracun nach seiner abgesessenen Gelb-Sperre wieder mit von der Partie und dürfte die Bayreuther Gefährlichkeit bei Standardsituationen erhöhen. Dreimal traf der Winter-Neuzugang vom FC Schweinfurt 05 bereits mit ruhenden Bällen. Zudem ist Kapitän Anton Makarenko wieder mit von der Partie, der seine muskulären Probleme überwunden hat.

Somit fehlen lediglich Verteidiger Edwin Schwarz, für den nach seinem Muskelbündelriss die Saison bereits beendet ist, und Marco Rapp, der sich nach seinem Kreuzbandriss Anfang September nach wie vor in der Reha-Phase befindet.

 

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