Heimsieg benötigt BSV 98 Bayreuth will sich im Spitzenfeld festsetzen

Zweimal hatte der BSV 98 Bayreuth mit seinem Trainer Milan Dörnhöfer (links) in dieser Saison bereits Grund zum Jubeln, heute könnte man sich mit einem Erfolg gegen SV Schwaig II oben festsetzen. Foto: Peter Mularczyk

VOLLEYBALL. Früher hätte man gesagt: Die Spreu trennt sich vom Weizen. Heute heißt es vielleicht: Das Projekt der Niveauregulierung kommt in eine relevante Phase. Wie auch immer: In der Regionalliga Süd-Ost geht es für die Herren des BSV 98 Bayreuth am fünften Spieltag darum, sich in der Tabelle oben festzusetzen. Und da wäre am Samstag (19.30 Uhr, Turnhalle am Roten Main) ein Erfolg gegen den SV Schwaig II genau das Richtige.

Derzeit stehen die beiden Teams einträchtig nebeneinander auf den Plätzen drei und vier. Acht Punkte hat die vor den Toren Nürnbergs beheimatete Truppe dank dreier Siege auf dem Konto, sieben die Bayreuther. „Unsere beiden bisherigen Heimspiele waren gut, auch wenn uns der Ausgang beim 2:3 gegen den TSV Zirndorf natürlich nicht gefallen hat“, sagt Spielertrainer Milan Dörnhöfer. Da vergaben die Gastgeber gleich drei Matchbälle. Vorher hatten sie aber den Drittliga-Absteiger VGF Marktredwitz mit 3:1 bezwungen.

Das gleiche Kunststück gegen die VGF gelang den Schwaigern vor zwei Wochen, und das sogar im „Hexenkessel von Marktredwitz“, wie es auf der Homepage des SV heißt. Nach 87 Spielminuten stand das 3:1 (25:22, 25:22, 18:25, 25:19) für die Reserve des Zweitbundesligisten fest. Der SV Schwaig I nimmt derzeit übrigens in der Süd-Gruppe als amtierender Vizemeister hinter Mainz, Grafing und Rüsselsheim II den vierten Rang ein.

18-jähriger Luca Rüsselmann ein starker Zuspieler

„Vor über 150 Zuschauern, die mächtig Krawall machten, zeigte das Schwaiger Team seine bisher stärkste Saisonleistung“, heißt es über die Begegnung im Fichtelgebirge. Gelobt wurde vor allem der 18-jährige Zuspieler Luca Russelmann ob seiner starken Aufschläge und – trotz nur 1,80 Metern Größe – gewaltigen Blockpunkte. „Er ist noch nicht lange im Team und wirklich gut“, weiß auch Dörnhöfer. „Die Schwaiger machen mit Trainer Christian Schwabe eine prima Jugendarbeit und werden sicher im Lauf der Saison immer stärker.“

Begonnen hatte die Mannschaft um Diagonalangreifer Harry Schlegel und den belgischen Neuzugang Gilles Decoene mit einem 3:0 in Memmelsdorf. Doch gegen Titelanwärter Zirndorf ging man daheim leer aus (1:3), und das 3:2 in der heimischen „gelben Hölle“ gegen den ASV Dachau II war sehr mühsam: Nach 1:2-Satzrückstand erzwang Schwaig den Tiebreak, in dem der SV 5:8 zurücklag, dann zwei Matchbälle nicht nutzte, einen gegen sich abwehrte und schließlich doch 17:15 gewann.

Der BSV war vor einem Jahr in der Schwaiger „Hölle“ chancenlos (0:3), holte aber in eigener Halle im letzten Punktspiel der Saison die drei Punkte (25:19, 25:22, 13:25, 25:23). Das verhinderte zwar nicht den Gang in die Relegation, verdarb aber den lange um den Titel mitspielenden Mittelfranken die Vizemeisterschaft.

„Auch diesmal sehe ich uns nicht chancenlos“, meint Dörnhöfer. „Die schwache Vorstellung von München ist abgehakt. Wir haben alle Mann an Bord, vorerst auch Julius Spantig, der im Dezember operiert werden muss. Im Training wurde hauptsächlich an Block und Aufschlag gearbeitet. Wichtig ist, dass wir wieder einen stabilen ersten Ball spielen, um unser Spiel aufziehen zu können.“  Als letzte Formüberprüfung diente – nach Redaktionsschluss – ein Trainingstest gegen den Klassenkameraden SV Memmelsdorf, auf den die Bayreuther in der Liga erst am Samstag, 8. Dezember (auswärts), und beim Saisonfinale am 23. März 2019 treffen werden. Nun sind aber die Gedanken bei der Partie gegen Schwaig, und dort entscheidet sich – analog zum Textbeginn: Stairway to Heaven oder Fahrstuhl zum Schafott.

 

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