Harte Probe für Asphalt Bundesstraße 2 bei Pegnitz muss warten

B 85 Pegnitz. Foto: Ralf Münch

PEGNITZ.  Bereits im Juli wurde an der Bundesstraße 2 von Pegnitz Richtung Neudorf gearbeitet, da die Griffigkeit der Fahrbahnoberfläche im Knotenpunktbereich der B 2/B 470 nicht mehr ausreichend war. Nach wenigen Monaten fiel auf, dass die Straße an einigen Stellen wieder aufgerissen war und Löcher aufwies. Auf Anfrage erklärte das zuständige Bauamt, weshalb der Straßenbelag so kurzlebig ist.

Auf kleinere Schäden an den Fahrbahnen treffen Autofahrer tagtäglich. Gerade im zunehmenden Alterungsprozess werden durch Frost- und Tauwechsel die Straßenbeläge auf eine harte Probe gestellt. Nach Aussage der Straßenmeisterei treten im Fall der B 2 die Schäden verstärkt seit 2018 auf.

Lösung auf Zeit

Eine kurzfristige Abhilfe sei es, Schäden zu entdecken und unverzüglich mit Kaltmischgut zu verfüllen. „Alle wichtigen Strecken stehen unter ständiger Beobachtung. Sogenannte Stramots (motorisierte Straßenwärter) fahren täglich auf den Straßen und überprüfen diese“, sagt Kurt Schnabel, Leiter des Bauamtes Bayreuth. Manchmal seien die Verkehrsteilnehmer schneller und würden die Schäden an die Straßenmeistereien melden.

Eine Fräsung an der B 2 wurde deshalb notwendig, weil der Asphalt aus einem bestimmten Mischgut bestehe, aus dem oben kleine Steine herausragen. Diese werden durch den Verkehr poliert und damit die Oberfläche immer glatter. „Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, wird gefräst“, erklärt Schnabel, „dies ist eine Sofort- und keine Dauermaßnahme.“

Ausreichend Sicherheit

Gerade für Motorradfahrer seien die Fräsungen nicht ungefährlich. Trotzdem gehe man davon aus, dass „man mit den üblichen Erhaltungsmaßnahmen über die Runden“ kommt und keine Zustände entstehen, die problematisch werden könnten. Bei nächster Gelegenheit würde man versuchen die Deckschicht zu erneuern.

Doch das kann dauern. Im Rahmen des Baustellenmanagements stimmen sich alle Straßenmeistereien ab – die großen Baustellen, wie Autobahnen, werden dabei priorisiert. Für das Jahr 2019 ist genau das der Fall. Die Autobahndirektion plane eine große Maßnahme auf der A 9. „Im Mai beginnen zwischen Pegnitz und Bayreuth-Süd die Bauarbeiten an der Autobahn. Insgesamt werden in Summe zehn Kilometer nacheinander erneuert,“ erzählt Thomas Pfeifer, Autobahndirektion Nordbayern.

20 Jahre nach dem Neubau der A 9 seien die Verkehrsflächen zu sehr verschlissen. Das Projekt wird alle Ressourcen in Anspruch nehmen, und um Einschränkungen zu vermeiden, benötige man die Bundesstraßen. Schnabel: „Für die notwendigen Umleitungen des Verkehrs braucht man die B 2. Das geht nicht gleichzeitig.“ Zuerst wird sich auf die A 9 konzentriert und im Anschluss zeitnah auf die B 2. Und weiter: „Wenn wir zeitnah sagen, meinen wir 2020.“

 

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