Fünfköpfiger Vorstand beim TSV

Der TSV Engelmannsreuth hat nun einen gleichberechtigten, fünfköpfigen Vorstand. Foto: Frauke Engelbrecht

Der TSV Engelmannsreuth baut vor. Nach den Querelen beim Nachbarverein in Schnabelwaid, einen neuen Vorstand zu finden, strukturiert sich der Engelmannsreuther Verein neu. Bei Jahresversammlung stand deshalb eine Satzungsänderung an.

„Wir wollen die Aufgaben auf mehrere Schultern verteilen“, sagte Vorsitzender Wolfgang Ilgner. Seit 15 Jahren hat er dieses Amt inne, sein Stellvertreter ist Tobias Teufel. Die Idee war nun, einen fünfköpfigen, gleichberechtigten Vorstand zu schaffen. Jeder soll dabei ein schwerpunktmäßiges Aufgabengebiet haben.

Viele Aufgaben

„Wir sind ein großer Verein mit über 400 Mitgliedern und elf Mannschaften im Spielbetrieb“, sagte Teufel. Das bringe viel Arbeit mit sich. Alle Hauptaufgaben – Sportliches, Immobilien, Organisation, Feste und Finanzen – hingen bisher an Ilgner beziehungsweise an ihm im Vertretungsfall. „Diese fünf Säulen des Vereins brauchen einen Kopf“, so Teufel. Aber nicht nur aus einer Person bestehend, sondern aus mehreren. „Wir müssen die Größe des Vereins auf den Vorstand abstimmen“, erklärte er. Und man habe auch schon fünf Mitglieder gefunden, die bereit wären, diese Aufgaben zu übernehmen.

Nicht mehr selbstverständlich

„Es ist unglaublich, dass sich fünf Leute schon gefunden haben, die freiwillig bereit sind etwas zu machen“, lobte Bürgermeister Hans Freiberger die Bestrebungen des Vereins. Das sei in der heutigen Zeit nicht mehr selbstverständlich. Und es wolle keiner mehr etwas alleine in einem Verein machen. Ilgner habe bisher nur eine bestimmte Kompetenz gehabt und wenn diese überschritten wurde, habe er das mit den restlichen Vorstandsmitgliedern absprechen müssen. „Mit fünf gleichberechtigten Vorständen wäre der Verein nicht mehr so im Zugzwang, wenn es mal um einen Nachfolger geht“, so Freiberger.

Risiko verteilt sich

Mit der bisherigen Regelung bestehe die Gefahr, dass nur ein sehr kleiner Kreis alles mache, sagte Kassier Stefan Gräbner. „Wenn es mehrere machen, ist es nicht so schlimm, wenn jemand ausfällt“, betonte er. Das Risiko verteile sich mehr.

Skeptisch äußerte sich Klaus Gräbner zu der angedachten Neuregelung. Wie Michael Freiberger sprach er sich dafür aus, dass es weiter einen Vorsitzenden geben müsse.

Bei der abschließenden Abstimmung waren 44 Mitglieder für einen fünfköpfigen, gleichberechtigten Vorstand, drei waren dagegen. Diesem Gremium gehören Wolfgang Ilgner (Organisation), Tobias Teufel (Finanzen), Sven Gräbner (Sportheim), Thomas Brendel (Sportliches) und Christine Diersch (Feste) an. Bei der Abstimmung zu diesen fünf Personen enthielten sich fünf Mitglieder.

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