Fasching in der Stadthalle

Der "Nordbayerische Kurier" feiert heuer sein 50-jähriges Bestehen. An dieser Stelle blicken wir täglich auf den Tag genau 50 Jahre zurück. Lesen Sie im Artikel die Titelseite von damals und einen Rückblick der lokalen Ereignisse. In der Ausgabe vom 5. Februar 1968 berichteten wir unter anderem vom Fasching in der Stadthalle und einer Grippewelle, die den ersten Jugend-Presseball in Bayreuth verhinderte.

In der Bayreuther Stadthalle trafen sich damals Faschingsgarden aus ganz Franken zum Tanzturnier. 250 junge Mädchen in 22 Faschingsgesellschaften waren gekommen, um in bunten Kostümen auf dem Parkett zu tanzen, wie der „Nordbayerische Kurier“ in der Ausgabe vom 5. Februar 1968 berichtete. Dabei waren sich die Garden – ob aus Nürnberg, Bad Windsheim, Schirnding oder Hammelburg angereist – allesamt einig über die Veranstaltung in Bayreuth: „Die Dekoration der Bayreuther Stadthalle ist fantastisch!“

Grippewelle: Jugend-Presseball fällt aus

Das Publikum zeigte sich hingegen vor allem von der dargebotenen Show begeistert. Eine Jury aus sechs Personen bewertete die Darbietungen. Auch Landrat Simon Nüssel saß in der Jury. Er hatte sichtlich Spaß an der Aufgabe, die er damals zum ersten Mal erfüllte: „Ich bemühe mich, mich bei meinen Entscheidungen nicht vom Schmuck und Aussehen der schönen Mädchen beeinflussen zu lassen, sondern nach der Exaktheit der Darbietung die Punkte zu verteilen.“ Insgesamt hatten wohl alle Teilnehmer und das Publikum einen kurzweiligen Abend. „So schön wie heut’ war es noch nie“, zog der Präsident der fränkischen Narren, Walter Dechant, sein Fazit.

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In derselben Ausgabe berichtete der Kurier auch von einer Veranstaltung, die leider ausfallen musste: Der „Sterngucker“ – Schülerzeitung der Realschule auf der Bürgerreuth und damals größte Schülerzeitung Bayerns – hatte einen Jugend-Presseball organisiert. 1000 Realschüler waren dazu eingeladen. Eine heftige Grippewelle machte der Aktion jedoch einen Strich durch die Rechnung. Der Schularzt und das Gesundheitsamt hatten in letzter Minute Bedenken geäußert. Kinder und Jugendliche galten als besonders gefährdet für eine Grippeinfektion.

Autounfall mit 14 toten Schafen

Auf einer Großveranstaltung wie einem Ball sei die Verbreitung der Krankheitserreger zu befürchten, hieß es von offizieller Stelle. Die Enttäuschung unter den Jugendlichen war groß: „Nun sind die ganzen Vorbereitungen, ist alles umsonst“, klagte „Sterngucker“-Chefredakteur Reinhold Gondrom. „Wir wollten das Prinzenpaar, den OB und viele Persönlichkeiten aus dem schulischen und öffentlichen Leben Bayreuths einladen.“ Wenigstens finanziell war die Absage kein totaler Reinfall. Die Absage kam kurz bevor die Zahlungen an Band, Saal und Gema rausgingen.

Des Weiteren berichtete der Kurier damals von einem Verkehrsunfall, in dessen Folge 14 Schafe starben. Ein Autofahrer war auf der B 22 vor Neunkirchen mit einer Geschwindigkeit von 100 bis 120 Stundenkilometern in eine Schafherde gerast. Fünf der Tiere waren sofort tot, neun von ihnen mussten notgeschlachtet werden. Der Autofahrer kam unverletzt davon.

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