Dynastischer Gedanke liegt ihr fern Katharina Wagner: Keine Zeit für ein Kind

Die Bayreuther Festspielchefin Katharina Wagner sieht derzeit in ihrem Leben keinen Platz für ein Kind. "Momentan könnte ich kein Kind großziehen. Wenn ich ein Kind bekomme, würde ich mich auch drum kümmern wollen - und das kann ich derzeit nicht in dem Maße, in dem man das tun sollte", sagte die 33-Jährige dem Magazin "Emotion".

Auch der dynastische Gedanke liege ihr fern. "Um Himmels Willen, nein! Man kriegt doch kein Kind, nur um den Namen weiterzutragen!" Die Bayreuther Festspiele werden seit ihrer Gründung 1876 von Mitgliedern der Familie Wagner geleitet - seit 2008 von Katharina Wagner und ihrer Halbschwester Eva Wagner-Pasquier.Ihre eigene Kindheit beschreibt die Festspielchefin als vergleichsweise unspektakulär. "Ich bin sehr bodenständig groß geworden. Mein Vater hat sehr darauf geachtet, dass bei uns alles normal abläuft. Andere Eltern hatten eine Bäckerei, meine hatten ein Festspielhaus", sagte sie. "Trotzdem ist es natürlich ein befremdliches Gefühl, wenn man eines Tages merkt, dass die eigene Familie doch etwas anders ist als viele andere." Dennoch sieht die Urenkelin von Richard Wagner das Festspielhaus in Bayreuth nicht als ihr Erbe: "Nur weil man diesen Nachnamen trägt, ist man noch lange nicht imstande, die Festspiele zu leiten". Sie habe den Job angenommen, weil sie ihn sich zutraue - "und nicht, weil ich so heiße".
dpa/Foto: pa

 

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