BRK: Schnelle Hilfe vom Pfaffenfleck

Das neue Katastrophenschutzzentrum mit Rettungswache Pfaffenfleck: Mit 600 Quadratmetern bietet das Gebäude Platz für Fahrzeuge, Ausrüstung und Material. Sollte es wegen eines Staus in der Hindenburgstraße dort nicht möglich sein, auszurücken, fährt der Rettungswagen vom Pfaffenfleck. Foto: BRK

Der BRK-Kreisverband baut in diesem Jahr seine Einrichtungen weiter aus. Das neue Katastrophenschutzzentrum am Pfaffenfleck ist fertig und wird am Freitag eingeweiht. In seinen Ruhesitz will der Kreisverband rund 4,5 Millionen Euro investieren und die Kinderbetreuung soll durch eine Kindervilla ausgebaut werden.

„Auch 2018 tut sich bei uns einiges“, sagte der Kreisgeschäftsführer Peter Herzing am Freitag. So werde der Kreisverband laufende Vorhaben abschließen und neue Projekte anstoßen. Darunter die Fertigstellung des Rot-Kreuz-Hauses in Pegnitz und der Ausbau der Wasserwachtstation am Fichtelsee. Erhebliche Vorteile verspricht sich der Kreisverband vom Katastrophenschutzzentrum mit der neuen Rettungswache am Pfaffenfleck im Süden der Stadt. Sollten die Krankenwagen an der Hindenburgstraße nicht ausrücken können, weil dort der Verkehr steht, könnte ein Rettungswagen vom Pfaffenfleck schneller zum Unfallort fahreneilen, erläuterte Herzing.

BRK erzeugt Strom

Geld in die Hand nehmen wolle der Kreisverband auch, um seine Seniorenbetreuung auszubauen. Neben den Investitionen in den Ruhesitz werde das BRK drei Kleinwagen mit Elektroantrieb anschaffen, so Herzing. Geplant sei zudem, den Energieverbrauch zu senken und Strom aus Sonnenenergie zu erzeugen. Dafür werde das Katastrophenschutzzentrum Bayreuth-Süd mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet.

Der Ausbau der Stromproduktion durch Blockheizkraftwerke in den Rettungswachen Fichtelberg und Hollfeld ist ebenfalls für dieses Jahr geplant.

223 Pflegeplätze

Der BRK-Kreisverband bietet 223 Pflegeplätze an und ist damit völlig ausgelastet. „Um den Herausforderungen zu begegnen, gibt es Pläne für einen Ausbau der Senioreneinrichtung“, erklärte Richard Knorr, Leiter der Senioreneinrichtungen. In den nächsten Jahren solle die Pflege von Demenzpatienten ausgebaut werden. Dafür würden moderne Pflegekonzepte umgesetzt und sogenannte Pflege-Oasen geschaffen.

100 Helfer beim Rosenau-Brand

Wie Knorr in seiner Funktion als Kreisbereitschaftsleiter sagte, hätten die Bereitschaften ihr Leistungsvermögen beim Brand der Rosenau im Mai des vergangenen Jahres bewiesen. Mehr als 100 Helfer versorgten und betreuten Verletzte. Sie sorgten auch für die Verpflegung der Feuerwehren, des Technischen Hilfswerks und der Polizei, erläuterte Richard Knorr in seiner Funktion als Kreisbereitschaftsleiter.

Um die vorgeschriebenen Rettungszeiten zu erreichen, entstanden zwei neue Stellplätze für den Rettungsdienst.

Wie Dietmar Kasel, der Leiter des Rettungsdienstes sagte, liegt einer der Stellplätze in Streitau bei Gefrees. Der andere befindet sich am Standort der früheren Rettungswache Bayreuth-Ost. Wie Kasel ausführte, fuhren die Krankenwagen im vergangenen Jahr rund 34 000 Einsätze. Die Zahl schließt mehr als 17 000 Krankentransporte ein.

Fast 1000 Förderer

Der Kreisverband hat inzwischen 2389 aktive Mitglieder. Sie werden unterstützt von 9639 Fördermitgliedern. Die Aktiven bilden 17 Bereitschaften, sechs Wasserwachtgruppen, fünf Bergwachtbereitschaften und 13 Jugendrotkreuzgruppen. Weitere ehrenamtliche Helfer wirken auch im Kleidernetzwerk und den Blutspendeterminen mit, so der Vorstandsvorsitzende Peter Maisel.

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