Dieter Bauernfeind übernimmt Bräuwerck: Wechsel beim Vorstand

Michael Kaim, links, verabschiedet sich, Dieter Bauernfeind tritt seine Nachfolge als alleiniger Vorstand der Bräuwercks Aktiengesellschaft Neudrossenfeld an.⋌⋌Foto: Gabi Schnetter

NEUDROSSENFELD. Nach der Halbzeit tritt er ab: Michael Kaim übergibt sein Amt als alleiniger Vorstand der Bräuwerck Aktiengesellschaft an Dieter Bauernfeind. „Aus familiären Gründen,“ wie er erklärt. Er habe momentan privat einfach zu viel um die Ohren. „Und das Bräuwerck braucht einfach seine Zeit.“

Sein Nachfolger Dieter Bauernfeind dagegen will sich diese Zeit nehmen. Als Wirt agieren, um das Bräuwerck endlich in Richtung schwarze Zahlen zu bringen, die es auch im letzten Jahr noch nicht geschrieben hat. Nach dem Minus von rund 65.000 Euro im Jahr 2017 wird es auch 2018 noch kein Plus geben, prophezeit Aufsichtsratsvorsitzender und Bürgermeister Harald Hübner. Trotz des Jahrhundertsommers, „der aber manchmal einfach zu heiß war, um in den Biergarten zu gehen,“ erinnert sich Greim.

Ziele noch nicht erreicht

Als er im Juli 2017 angetreten war, hatte er sich ein Zeitfenster vorgegeben. In drei Jahren wollte er es hinkriegen, beim Bräuwerck alles zum Guten zu wenden. Seine Bedingung: allein an der Spitze. Vorher war die AG von einer Doppelspitze geführt worden. Rainer Schimpf, der zugleich als Geschäftsleiter im Rathaus arbeitet, war ausgeschieden. Peter Schuhmann machte noch weiter als Prokurist. Und in dieser Zeit habe er, Kaim, gelernt, dass an Gastronomie eben mehr dranhängt. Seine Ziele habe er noch nicht erreicht. „Vor allem gutes Personal ist so rar wie selten zuvor.“

Auf dem richtigen Weg

Der 54-jährige Dieter Bauernfeind, der vor allem durch den losen Verbund der „Hopfenfreunde“ oft und viel im Bräuwerck ist, bringt seine Überzeugung zum Ausdruck, dass das Bräuwerck im Prinzip auf dem richtigen Weg sei. „Man muss noch an einigen Stellschrauben drehen,“ sagt er. „Wir müssen vor allem bekannter werden. Wir brauchen mehr Veranstaltungen und mehr Umsatz im Biergarten. Das ist ein Juwel, was wir hier haben.“ Wichtig ist ihm vor allem Teamarbeit, gemeinsam mit Koch Karl-Heinz Jarema, Braumeister Bernd Weibbrecht und dem Stammpersonal. Bauernfeind, der im Hauptberuf als Maschinenbaumechaniker an der Uni Bayreuth arbeitet, hat sich viel vorgenommen. „Die erste Zeit will ich jeden Tag hier sein,“ sagt er. Bis auf Montag, da ist Ruhetag. Und er will vor allem Ansprechpartner sein für die Gäste.

"Scho a weng a Wirt"

Als Hübner ihn gefragt habe, ob er den Posten übernehmen wolle, habe er spontan zugesagt. „Nachdem ich mit meiner Frau geredet habe,“ schiebt er nach. Die Entscheidung sei dann in einem Beschluss des Aufsichtsrates am 8. Januar gefallen, erklärt Hübner und klopft Bauernfeind auf die Schulter: „Du bist scho a weng a Wirt.“ Kaim bleibt dem Bräuwerck verbunden. Seinem Nachfolger sichert er Unterstützung zu. „Und die werd ich auch in Anspruch nehmen,“ ist sich Bauernfeind sicher.

 

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