Altstadt zu Gast in Schalding-Heining Keine Zeit zum Durchatmen

Die Chancenverwertung war ein großes Manko der Altstädter im Gastspiel bei den kleinen Bayern: In dieser Szene scheiterte Anton Makarenko (rechts) an FCB-Schlussmann Ron-Thorben Hoffmann. Foto: Peter Mularczyk

FUßBALL. Zwar legte Regionalliga-Schlusslicht SpVgg Bayreuth am Mittwoch im Gastspiel beim Tabellenführer FC Bayern München II einen starken Auftritt hin, stand am Ende beim 1:2 aber mit leeren Händen da. Doch machte der beherzte Auftritt im Grünwalder Stadion Mut für die kommende Aufgabe: Am Samstag um 14 Uhr stellen sich die Altstädter beim Tabellenelften SV Schalding-Heining vor.

Der Bayreuther Trainer Timo Rost zog nach dem Bayern-Spiel ein zufriedenstellendes Fazit. „Ich habe den einen oder anderen Fortschritt im Spielerischen gesehen. Wir haben den Bayern einen großen Kampf geliefert. Schade, dass wir uns nicht belohnt haben, trotzdem muss ich der Mannschaft ein Riesenkompliment aussprechen.“ Das tat auch die Trainerikone des FC Bayern, Hermann Gerland, der den Altstädtern im Gespräch mit Rost eine starke Leistung bescheinigte.

„Aber ab der 70. Minute konnten wir im athletischen Bereich nicht mehr zulegen und haben uns daher leider um die drei Punkte gebracht“, sagt Rost im Nachgang. „Man stelle sich das nur einmal vor: Wir hatten sieben Großchancen gegen den Tabellenführer.“ So scheiterten unter anderem Shpetim Sulejmani, Anton Makarenko und Torschütze Ivan Knezevic am über sich hinaus wachsenden Torwart Ron-Thorben Hoffmann.

„Und wir haben in der ersten Halbzeit nur eine Gelegenheit zugelassen.“ Dieser „Riesenfight“, den sein Team abgeliefert habe, lässt den 40-Jährigen auch für die Zukunft hoffen. „Unsere Führung war zum Beispiel klasse heraus gespielt“, lobte Rost. Aus der Abwehr heraus über Sulejmani, Makarenko und Patrick Weimar kam der Ball zu Knezevic, der in der 15. Minute eiskalt verwandelte.

„Bin froh, dass es gleich weiter geht“

„Ich bin froh, dass es jetzt gleich weiter geht“, gesteht der Trainer ein. Dabei spielt es für ihn zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Rolle, wie der Gegner heißt oder welche Tabellenposition er gerade einnimmt. „Mir ist im Moment am wichtigsten, dass wir unter Wettkampfbedingungen an unseren Bausteinen weiterarbeiten, um unsere Spielphilosophie zu entwickeln.“ Die sieht vor, im hinteren Bereich stabil zu stehen, um dann schnell in die Spitze zu spielen. Das sei momentan noch nicht der Fall, „aber man sieht bei allen die Bemühungen, sich weiter zu verbessern“, so der Coach. „Momentan sieht es aber noch so aus, dass mein Team nicht nachlegen kann, wenn es eigentlich nachlegen muss.“

Ein Blick auf die Heim- und Auswärtstabelle zeigt, dass es das Treffen der Schlusslichter wird: Während die Passauer Vorstädter vor heimischer Kulisse erst einen einzigen Punkt auf die Habenseite brachten, den aber am vergangenen Wochenende immerhin gegen den 1. FC Nürnberg II (0:0), gelang den Altstädtern in der Fremde ebenfalls erst ein Zähler (2:2 beim FC Pipinsried). Das ficht Rost nicht an. „Wir schauen erst einmal auf uns.“ Personell kann der Trainer wie schon beim Auftritt auf Giesings Höhen auf seine derzeitige Bestbesetzung zurück greifen. Und Rost unterstreicht: „Alle sind an Bord und alle haben Bock.“

Im Lager der Passauer Vorstädter sieht man dem Vergleich gespannt entgegen. Der Sportliche Leiter Markus Clemens hofft jedenfalls auf ein erfolgreiches Abschneiden: „Die Partie ist für uns schon ein Stück weit richtungsweisend. Mit einem Heimdreier könnten wir uns Luft verschaffen und einen wichtigen Zwischenschritt machen. Ich hoffe, wir können diese Chance nutzen und drei Punkte holen.“

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