70-Millionen-Investition in Marktredwitz

Eine Gruppe europäischer und internationaler Medizintechnik-Unternehmen will in Marktredwitz 70 Millionen Euro investieren. Entstehen soll ein neuartiges Reha-Zentrum, eingebettet in einer Infrastruktur mit unter anderem einem Seniorenheim und einem Appartement-Hotel.

Oberbürgermeister Oliver Weigel sagte bei der Präsentation des Projektes am Dienstagnachmittag, dass es sich wohl um die größte Investition in der Region seit vielen Jahren, wenn nicht Jahrzehnten handle.

Arie Rivosh, Präsident der ILLV-Medical Projects-Gruppe aus Israel, die für das medizinische Konzept des Zentrums mitverantwortlich ist, sagte, in Marktredwitz werde Hochtechnologie eingesetzt, „die den Alterungsprozess verlangsamen und möglicherweise Krankheiten wie Alzheimer heilen kann“.

Auf Nachfrage dieser Zeitung sagte Rivosh, dass er unter anderem mit dem Weizmann-Institut in Rechovot in Israel und dem Hopkins-Institut in den USA zusammenarbeite. Der Zweck des Zentrums sei, grob gesagt, die „medizinische und psychologische Behandlung zur kompletten oder teilweisen Rückgewinnung beschädigter oder verlorener organischer oder systemischer Körperfunktionen“.

Als Zielgruppe nannte Arie Rivosh ältere Menschen aus ganz Deutschland oder Europa. Er sei mit den Krankenkassen in Gesprächen, aber er setze vorwiegend auf Selbstzahler.

Der Reha-Komplex, der aus mehreren dreigeschossigen Gebäuden besteht, soll auf dem Gelände des Waldstadions entstehen. Die Stadt hat das Gelände erworben und inzwischen an die extra für das Projekt gegründete Firma Medi-Tech Fichtelgebirge verkauft. Der Marktredwitzer Stadtrat hat nun einstimmig beschlossen, die Bauleitplanung für das Gebiet einzuleiten.

Die Einweihung des neuen Rehazentrums ist für Anfang 2020 geplant.

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