Weltrekord mit Bierflaschen-Kicker

Der Fahrradtrail: Ein anderer SC – der Motorsportclub Auerbach – nutzt die Gelegenheit des Festwochenendes und baute einen Parcours für Fahrradtrail auf. Allerdings nimmt nur eine Handvoll Fahrradfahrer das Angebot überhaupt wahr. MSC-Vorsitzender Dieter Wittmann schwört, den Programmpunkt bei der Stadt Auerbach für das Ferienprogramm der Stadt Auerbach angemeldet zu haben. Offenbar hat man das dort übersehen. Wittmann nimmt es gelassen: „Dann schau ich eben Fußball, das habe ich so rund 20 Jahre nicht mehr gemacht.“

In Torlaune

Der Fußball: Wittmann sieht eine Alte-Herren-Mannschaft die gut in Form ist und in Torlaune. Dem Gast vom ASV Hollfeld nutzt selbst die „brasilianische Neun“ nichts, wie sie Stadionsprecherin Katrin Himmelhuber bezeichnet: Ex-SC-Vorsitzender André Gradl hat sich das Trikot der Hollfelder übergestreift, weil die nur zehn Mann auf die Beine gebracht haben. Mit 7:1 schicken die Auerbacher Altherren die Hollfelder Mannen nach Hause. Nur einer bleibt hier: Gradl feiert natürlich mit seinem SC weiter und sieht die erste Mannschaft in ihrem ersten Heimspiel in der B-Klasse gegen die zweite Garnitur des FC Pegnitz. 3:3-Unentschieden heißt es am Ende.

Das Spiel gedreht

Womit man zufrieden ist, nachdem man die erste Halbzeit ziemlich vergurkt hat und 0:3 hinten gelegen hat. Trainer Jürgen Kruse ist mit dem Ergebnis zufrieden, weil man das Spiel gedreht und ab der 60. Minute eine doch noch passable Leistung gezeigt hat. Und die berüchtigte Glückauf-Nordkurve ist auch wieder auf Touren gekommen und hat dem Schiedsrichter mehrmals eine Brille angeboten. Mit zwei Toren hat sich Patrick Gebhart maßgeblich am Unentschieden beteiligt und hat vorher ganz besondere Trainingseinheiten absolviert, die Trainer Kruse aber nicht beabsichtigt in das Trainingsprogramm mit aufzunehmen. Jedenfalls weiß man am Jahnweg davon noch nichts.

Ein "bisschen ungewohnt"

Der Bierflaschenkicker: Mit Patrick Becker kämpft Gebhart zusammen mit Patrick Becker seine Teamkollegen Kai Schuster und Daniel Haberberger am Kicker nieder und lässt ihnen rund zwei Stunden bevor es auf den richtigen Platz geht am Ende mit 14:2 Toren keine Chance, obwohl er ja – um ein Zitat vom Ex-Trainer des FC Bayern, Giovanni Trappatoni zu bemühen –- mit „Flasche leer“ spielt. Ein „bisschen ungewohnt“ sei es schon gewesen mit dem Kicker, sagt Gebhart, „hat aber Spaß gemacht“. Zu diesem Zeitpunkt zählt der Erfinder des ungewöhnlichen Spielgeräts, Gerhard Raß, 102 Spieler. Der Weltrekord von 250 Spielern, die nonstop mit Bierflaschen kicken ist in Sicht. Und wenn es doch nicht klappt, ist Raß trotzdem zufrieden: „Es ist nichts kaputt gegangen und die Konstruktion ist somit serienreif.“ Fast pünktlich zu Beginn des Preisschafkopfs am Abend jubelt die ganze Familie Raß mit Freunden: Der Weltrekord ist geschafft.

Der junge Yannick Ziegler löst die 250. Startnummer. Am Ende sind es 265 Teilnehmer am Bierflaschenkicker. Mehr wären es auch nicht mehr geworden, weil die meisten Gäste, die sich auf dem Sportgelände befinden, sich auf etwas ganz anderes konzentrieren.

Warten auf den vierten Mann

Der Preisschafkopf: An 53 Tischen karteln 212 Teilnehmer um die hoch dotierten Geldpreise und die Sachpreise. Norbert Gradl, Rudi Kugler und Hans Eisenmann spielen schon lange bevor es richtig losgeht ein paar Runden zu Dritt und warten auf den vierten Mann. Es seien nicht nur die tollen Preise, die die Schafkopffreunde ins Zelt gelockt haben, sondern um einerseits den SC zu unterstützen, wenn er schon so eine Veranstaltung anbietet und nicht zuletzt das Karteln an sich, erklärt Gradl. Viel Gelegenheiten zum Schafkopf gibt es offenbar nicht mehr, sagt Eisenmann, „weil man die Leute nicht mehr trifft.“ Also die, die karteln wollen. Früher da haben man in den Wirtschaften an mehreren Tischen gespielt, erinnert sich Kugler. Am Abend und an den Sonntagen.

Er muss es wissen, war er ehemals Wirt in der Auerbacher Kultwirtschaft Vogl-Max, die es, wie so viele andere nicht mehr gibt. Die Aussicht auf Geselligkeit hat Eisenmann alle Vorsicht vergessen lassen, immerhin habe er rund zwölf Jahren keinen Schafkopf mehr gespielt. „Das verlernt man nicht“, sagt Gradl, „wie das Fahrrad fahren.“

Walken hält fit

Der Fun-Lauf: Schafkopfer vom Vorabend waren an dem Programmpunkt für Hobbysportler nicht beteiligt. Dafür die, die man dabei immer sieht, wie Laura und Paul Albert, denen man ihre 72 beziehungsweise 76 Jahre nicht ansieht. Offenbar hält das Nordic-Walking so fit, schätzt Laura Albert. „Das Laufen macht uns Spaß und wir machen mit, wo was los ist, seit rund zwölf Jahren“, sagt sie. Beide sind dann auch die ersten die sich anmelden, sich etwas mehr Zuspruch auf die Veranstaltung wünsche und sich dann aber gut gelaunt auf eine sechs Kilometer lange Strecke machen. Und mit ein Programm beenden, das zuerst in einen verdienten, ruhigen Nachmittag für die vielen Helfer mündet, um dann abends mit den Dorfrockern noch mal richtig loszulegen

Nicht bewertet

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