Verkehrszeichen zu Wegweisern

Die Trockauer Autobahnmeisterei hat das Material für die Beschilderungen zu Verfügung gestellt – aus ausgedienten Verkehrsschildern, so wie sie an der Autobahnausfahrt- und einfahrt angebracht sind. Der Leiter der Autobahnmeisterei, Jörg Stricker: „Das Material liegt sowieso bei uns in einem Container. Da kann man das auch gut dafür verwenden.“

Permanent kontrollieren

Der Hintergrund, weshalb es überhaupt neue Schilder braucht, ist der, dass bisher früher Plastikschilder auf Holz geschraubt waren. Naturmaterial verrottet aber nun mal mit der Zeit und deswegen müssen die Wege permanent abgelaufen werden, um zu kontrollieren, wo nachgebessert werden muss. Das ist in Zukunft leichter – Aluminium hält eine halbe Ewigkeit.

Der Mitarbeiter der Autobahnmeisterei, Willibald Vogel, hat sich darum gekümmert, dass die Verkehrsschilder in die passenden Größen geschnitten werden. Je nachdem wie viele Wege auf einem Schild angegeben sind, desto kleiner oder größer fallen die aus. „Das habe ich immer mal im Feierabend gemacht“, sagt er und fügt schmunzelt hinzu: „Jetzt wird es auch für Souvenirjäger schwerer.“ Damit meint er, dass auf dem Bierquellenwanderweg immer wieder der Bierkrug, der den Weg zur nächsten Einkehr weist, auf dem Holzschild abgebrochen und als Andenken mitgenommen wurde. „Wenn das jetzt jemand versucht, bräuchte er schon ein Stemmeisen im Rucksack, um die Schilder, die mit Nägeln an Bäumen befestigt werden, mit zu nehmen.“

Fünf städtische Wanderwege

Die Pegnitzerin Sabine Wachsmann ist diejenige, die zusammen mit ihrem Mann Klaus die Schilder anbringt. Ehrenamtlich, weil sie Lust darauf hat und weil, wie sie „sowieso oft genug zum Wandern unterwegs ist“. Es sind fünf städtische Wanderwege, die sie hier mit neuer Beschilderung versorgt: Der Eichblattweg, der Erzweg, der Gebirgsweg, der Jakobusweg und eben der Bierquellenweg. Insgesamt sind es rund 100 Kilometer, die hier ausgeschildert werden. Jedes mal wenn sie in der freien Natur unterwegs ist, packt sie ein paar Schilder in den Rucksack – einen Hammer und ein paar Nägel außerdem. „Die Idee mit den Aluminiumschilder ist schon richtig schön. Das erleichtert die Arbeit. Das Einzige was kaputt gehen könnte, sind die Aufkleber. Aber wenn ich sehe, dass es da irgendwann einmal einen neuen brauchen würde, dann hab ich den im Rucksack und klebe ihn einfach drüber“, so Wachsmann weiter.

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