Verfolgerduell: Haspo gegen Günzburg

Dabei fing die steile, positive Entwicklung des VfL bereits im Laufe seiner vergangenen, eher schwierigen Premierensaison in der Bayernliga an. Als Aufsteiger aus der Landesliga Süd zahlte die Mannschaft von Trainer Dieter Pohl anfangs meist ordentlich Lehrgeld und schien den direkten Wiederabstieg nicht verhindern zu können. So hatte auch Haspo im Hinspiel beim 37:31-Auswärtssieg nur bedingt Probleme, die Punkte mitzunehmen.

Doch bereits in der Rückrunde wurden die Günzburger stärker, und das bekam dann auch die Mannschaft der beiden Haspo-Trainer Marc Brückner und Michael Werner zu spüren. Der 30:27-Heimsieg stand bis in die Schlussminute hinein auf Messers Schneide und war letztendlich etwas glücklich. „Das Günzburger Konzept scheint immer mehr aufzugehen“, ist sich auch Werner sicher: „Sie setzen auf eigene Nachwuchsspieler oder Spieler aus der Region und haben die Entwicklung offenbar weiter vorantreiben können.“

Nach fünf Spieltagen noch ungeschlagen

Nach fünf Spieltagen hatten sich die Günzburger dann in der laufenden Saison bereits als Überraschungsmannschaft einen Namen gemacht, als man noch ungeschlagen munter an der Tabellenspitze mitmischte. Gerade die Unentschieden bei den deutlich stärker eingeschätzten Teams der DJK Waldbüttelbrunn (29:29) und des TSV Haunstetten (27:27) ließen aufhorchen. „Auf uns kommt ein offensiv verteidigender Gegner zu, den man derzeit absolut zum Spitzenfeld der Bayernliga zählen muss“, warnt daher auch Brückner eindringlich.

Zuletzt musste der VfL aber zwei Niederlagen in Folge hinnehmen. Beim zweiten Überraschungsteam aus Lohr (3.) setzte es eine knappe 22:24-Niederlage, ehe man zu Hause gegen den Spitzenreiter TV Erlangen-Bruck (34:42) erstmals in dieser Saison chancenlos war. Der Kader der Günzburger glänzt jedoch in der neuen Spielrunde mit großer Ausgeglichenheit. „Jede Position kann große Torgefahr ausstrahlen“, weiß auch Michael Werner, der vorerst auf den privat verhinderten Torwart Maximilian Miersch verzichten muss.

Doch vor allem die Kreise des Günzburger Rückraums um Rückkehrer und Manuel Scholz (30 Tore) auf der linken Seite, Spielmacher Nicolai Jensen (32) in der Mitte sowie Pascal Buck (36) rechts müssen eingegrenzt werden. Abschlussstark zeigte sich bisher auch Linksaußen Stefan Knittl (36), mit dem die Haspo-Deckung gerade beim letzten Aufeinandertreffen große Probleme hatte. Ein Eckpfeiler des VfL ist auch Kreisläufer Daniel Jäger, der zwar aktuell erst 14 Treffer auf seinem Konto hat, Bayreuth in beiden Spielen letztes Jahr zusammen aber beeindruckende 17 Tore einschenkte.

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Montag, 13. November 2017 - 11:06