Unfallschwerpunkt A 9

 Eine Ursache für die langen Staus war ein Fahrzeugbrand zwischen der Anschlussstelle Schnaittach und dem Beginn der Talbrücke zur Hienberg-Auffahrt. Dort war ein Mann aus Brandenburg mit seinem Mercedes und einem Anhänger unterwegs. Der Fahrer bemerkte, dass der Motorraum seines Fahrzeuges brannte.

Anhänger wurde abgekuppelt

Sehr schnell reagierte in diesem Moment der Fahrer eines Abschleppunternehmers, der gerade im Schnaittacher Industriegebiet ein Fahrzeug abgeladen hatte. Er sah die Rauchwolke und fuhr auf die Autobahn zu dem Pannenfahrzeug, das auf dem Standstreifen stand. Zusammen mit dem Fahrer des Gespanns kuppelte er den Anhänger ab und schob es nach hinten weg.

Gaffer fuhren vorbei

Der Mercedesfahrer, der auf dem Weg nach Berlin war, hatte zuvor auf Hilfe von anderen Verkehrsteilnehmern gehofft. Diese waren aber damit beschäftigt, mit den Handys zu filmen oder zu fotografieren, sagte der Mann. Als die Feuerwehr eintraf, stand das Auto bereits lichterloh in Flammen. Verletzt wurde niemand, der Sachschaden am Fahrzeug dürfte sich nach Einschätzung des Fahrers im mittleren vierstelligen Bereich bewegen.Die Autobahn war für kurze Zeit total gesperrt, anschließend wurde der Verkehr über die linke Spur vorbeigeleitet. Die Feuerwehr Schnaittach nannte als Brandursache einen technischen Defekt.

Sechs Fahrzeuge beteiligt

Etwa zum gleichen Zeitpunkt wurden die Rettungskräfte zu einem Unfall gerufen, an dem sechs Fahrzeuge kurz hinter der Auffahrt Plech/Ottenhof beteiligt waren. Ein Mann aus Litauen kam nach Polizeiangaben mit seinem roten Nissan-Kleinbus von der schneeglatten Fahrbahn ab und prallte gegen die Mittelschutzplanke.

Durch den Aufprall verlor der Kleinbus mehrere Teile, die auch fünf weitere Fahrzeuge krachten. Die jeweiligen Fahrer verloren die Kontrolle über ihre Autos. Dabei wurden zwei Personen leicht verletzt. Die Feuerwehren Plech und Ottenhof sowie das THW Pegnitz waren insgesamt mit etwa 25 Einsatzkräften vor Ort.

Der linke und der mittlere Fahrstreifen waren für mehrere Stunden gesperrt, die Unfallstelle nur über den rechten Fahrstreifen passierbar. Dadurch bildete sich zwischenzeitlich ein langer Stau.

 

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