Tigers in Dresden mit 0:5 ohne Chance

„Zweimal waren wir in Dresden und zweimal schießen wir kein Tor. Da sieht man deutlich, die Chancenverwertung ist unser Problem“, sagte Tigers-Trainer Sergej Waßmiller. „Allerdings war es für uns das fünfte Spiel in neun Tagen, und das steckte den Jungs schon in den Knochen. Vor allem am Freitag gegen Bietigheim haben wir viel Kraft gelassen.“ Eislöwen-Coach Franz Steer meinte dagegen zufrieden: „Das war eine sehr kompakte Mannschaftsleistung. Ein Lob hat sich auch unser Goalie Sebastian Stefaniszin verdient.“

0:2-Rückstand nach fünfeinhalb Minuten

Wegweisend war bereits der schlechte Start der Bayreuther, bei denen nach Vosvrda, Heider, Gams, Geigenmüller und Drews kurzfristig auch noch der erkrankte Michal Bartosch ausgefallen war. Bereits nach 71 Sekunden musste sich Torwart Martins Raitums erstmals geschlagen geben bei einem Schlagschuss von Steven Rupprich. Danach kam zwar Anthony Luciani mit einem Lattentreffer dem schnellen Ausgleich nahe, doch nach nicht einmal fünfeinhalb Minuten fiel schon das 2:0. Nick Huard ließ dabei mit einer glänzenden Bewegung im Eins-gegen-eins Tigers-Verteidiger Marvin Neher schlecht aussehen.

Die Tigers bemühten sich danach um mehr Offensive, konnten Stefaniszin aber nicht vor unlösbare Aufgaben stellen. Auch das erste Powerplay (12.) erzielte kaum Wirkung. Für kurze Aufregung sorgte ein harter Bandencheck von Jozef Potac an Dresdens Goldhelm Alexander Höller, der benommen auf dem Eis kniete, dann aber doch weiterspielen konnte (17.). Die fällige Strafe von zwei plus zehn Minuten wurde allerdings gegen Eugen Alanov ausgesprochen, weil die Schiedsrichter anscheinend die Trikotnummern 78 und 28 verwechselt hatten.

Im zweiten Drittel verstärkte sich die Tendenz zu mehr Spielanteilen und Chancen für die Eislöwen. Ihr drittes Tor fiel daher zu diesem Zeitpunkt nicht ganz überraschend: In Überzahl scheiterten sie zunächst an Raitums und am Pfosten, aber in der folgenden Unordnung schob schließlich Thomas Pielmeier im Liegen die Scheibe über die Linie. 18 Sekunden vor der zweiten Pause hatten die Dresdner eine große Chance zum 4:0 in Form eines Penaltys, den Jan Pavlu mit etwas zu zögerlichem Zweikampfverhalten gegen Marius Garten verursacht hatte. Der zuverlässige Raitums machte aber auch diese Möglichkeit zunichte.

Die letzte Chance auf eine Wende hatten die Bayreuther in der 47. Minute bei 50 Sekunden in 5:3-Überzahl. Als diese Möglichkeit verstrichen war und statt dessen nur eine halbe Minute nach Ablauf der zweiten Strafe das 4:0 fiel, war die Partie endgültig entschieden. Weitere zwei Minuten später ließ Harrison Reed mit einem mächtigen Schlagschuss sogar noch den fünften Treffer folgen. Die Tigers bemühten sich zwar bis zuletzt um eine Resultatsverbesserung, aber ebenso engagiert verteidigten die Dresdner den Shutout ihres Torhüters.

Statistik

Dresdner Eislöwen: Stefaniszin – Zauner, Kramer; Hanusch, Schmidt; Veisert, Boutin – Davidek, Höller, Huard; Rupprich, Kumeliauskas, Reed; Walther, Pielmeier, Garten; Körner, Uplegger, Glemser.

Bayreuth Tigers: Raitums – Müller, Pavlu; Potac, Neher; Gerstung. Linden; Mayer – Luciani, Chouinard, Stas; Alanov, Kolozvary, Ontl; V. Busch, S. Busch, Gläser; Voronov.

SR: Bidoul, Haupt; Strafminuten: Dresden 8, Bayreuth 6 plus 10 für Alanov; Zuschauer: 2653.

Tore: 1:0 (2.) Rupprich (Reed, Kumeliauskas), 2:0 (6.) Huard (Höller, Zauner), 3:0 (36.) Pielmeier (Rupprich, Reed – 5 gegen 4), 4:0 (50.) Pielmeier (Garten, Schmidt), 5:0 (52.) Reed (Hanusch, Kumeliauskas – 5 gegen 4).

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