Team Icehouse erstmals auf dem Podium

Bei diesem Wettkampfformat war mannschaftliche Geschlossenheit gefragt. Zunächst mussten 750 Meter auf einer 25 Meter langen Schwimmbahn geschlossen absolviert werden. Aus den Zeitabständen zwischen den 14 männlichen Teams mit je fünf Startern und den sieben weiblichen mit je vier ergab sich dann die Reihenfolge für den zweiten Start zu den beiden übrigen Disziplinen. Auf dem Rad war ein sieben Kilometer langer welliger Rundkurs mit einer lang gezogenen Steigung dreimal zu durchfahren, und dann folgte ohne Unterbrechung ein Lauf über fünf Kilometer. Die Zeit wurde nach dem vierten Athleten beziehungsweise der dritten Athletin gestoppt.

Team Icehouse ging mit dem Ziel ins Rennen, den recht enttäuschenden zehnten Platz der Vorwoche zu verbessern. Dafür trat der Liga-Neuling mit Benjamin Lenk, Torben Hoffmeister, Tim Wolf, Stefan Högl und Thomas Voit an. Nach dem Schwimmen bedeutete die Zeit von 10:01 Minuten noch Rang zehn, aber aufgrund der hohen Leistungsdichte der Liga waren die Abstände nicht groß. Auf dem Rad konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen, so dass die drei Laufrunden um das Parkstadion die Entscheidung bringen mussten.

Nur 1,1 Sekunden von Platz zwei entfernt

Die Bayreuther wechselten direkt hinter Forchheim, Erlangen, Würzburg und Kleinostheim in die Laufschuhe. Sofort wurde ein sehr hohes Tempo angeschlagen, wobei die Mannschaften Kopf an Kopf kämpften. Nachdem die Zeit des vierten Athleten den Ausschlag gab, stand die gegenseitige Unterstützung innerhalb eines Teams im Vordergrund.

Die Bayreuther hielten die Geschwindigkeit stets hoch und konnten sich in Richtung Ziel noch steigern. Am Ende lieferten sie sich sogar ein dramatisches Duell mit der TSG Kleinostheim um den zweiten Platz, in dem sie in 57:38,0 Minuten nur um 1,1 Sekunden das Nachsehen hatten.

Unangefochten war dagegen nur der Tagessieg der Heidelberger (56:54,7 Min.), die in der Gesamtwertung aller fünf Zweitliga-Wettkämpfe auch den Titel gewannen vor DSW Darmstadt II und TuS Grießheim. Team Icehouse erreichte in der Endabrechnung den sechsten Platz und übertraf damit die selbst gesteckten Ziele für die erste Zweitligasaison deutlich.

Erfolgreiche Taktik der SVB-Damen

Die Damen des SV Bayreuth gingen mit Susanne Hoffmeister, Stephanie Preis, Rebekka Stephan und Julia Tripke an den Start. Sie nutzten den Wettkampfmodus mit der kurzen Pause vor dem Radfahren, um sich das Schwimmen einzuteilen. Rebekka Stephan gab auf den ersten 350 Metern an erster Position das Tempo vor, und dann übernahm Susanne Hoffmeister diese Aufgabe für die letzten 300 Meter, während Rebekka Stephan entspannt zu Ende schwimmen konnte. Damit gelang den Bayreutherinnen eine um 45 Sekunden schnellere Schwimmzeit als vor einer Woche in Viernheim. Das reichte zwar trotzdem nur für den sechsten Platz, doch der Rückstand zu ASC Darmstadt und Tristar Regensburg betrug weniger als 30 Sekunden.

Auf dem Rad setzte das SVB-Team auf die gleiche Taktik wie in Viernheim: Stephanie Preis übernahm die Führung, Susanne Hoffmeister und Julia Tripke setzten sich dahinter im Windschatten fest. So kämpften sich die Bayreutherinnen auf den ersten beiden Runden immer näher an die vorderen Teams heran und schafften es dann in der letzten Runde, TV Erlangen, Tristar Regensburg und ASC Darmstadt in einem Zug zu überholen. Mit knappem Vorsprung gingen sie von Platz drei aus auf die Laufstrecke.

Lange im Kampf um Platz drei dabei

Mit den Verfolgern im Nacken gab der SVB von Anfang an Vollgas. Doch schon in der ersten Runde liefen Darmstadt und Regensburg auf, und die zweite absolvierten die drei Teams Seite an Seite. Erst in der letzten Runde schafften es die Darmstädterinnen, einen kleinen Abstand von 50 Metern auf Tristar Regensburg herauszulaufen. Im Kampf mit den Oberpfälzerinnen mobilisierte das SVB-Team die letzten Kräfte, musste ihnen mit einer Endzeit von 1:06:36,7 Stunden aber letztlich um 6,4 Sekunden den Vortritt lassen und belegte Platz fünf. Trotzdem war Susanne Hoffmeister nach dem Wettkampf alles andere als unzufrieden: „Das war ein sehr spannendes Rennen. Ein paar Sekunden haben am Ende über das Podest entschieden. Dass wir aber im Rennen um Platz drei mitgekämpft haben, zeigt, dass wir in der 2. Bundesliga mitmischen können.“

An der Spitze gab es dieselbe Reihenfolge wie auch in der Gesamtwertung: Der RRC München feierte in 1:04:21,5 Stunden den fünften Sieg im fünften Rennen vor Post-SV Tübingen (1:04:40,7) und ASC Darmstadt (1:06:25,3).

5 (1 vote)

Anzeige

Kommentar schreiben

Zum Verfassen von Kommentaren bitte Anmelden oder Registrieren.