SpVgg-Reserve vergibt zu viele Chancen

Doch gerade die vielen Gelegenheiten, die sich seine Truppe erarbeitete, machen Trainer Michael Regn Mut für das Rückspiel am Sonntag um 18 Uhr: „Auf dieser Leistung müssen wir aufbauen – und halt in Röslau ein Tor schießen.“ Wie das geht, bewiesen die Altstädter ja in der abgelaufenen Spielzeit, als sie beim FC 2:1 gewannen.

Es dauerte bis zur 22. Minute, ehe sich der Knoten in der an sich recht zähen Partie auf dem Neudrossenfelder Kunstrasen einigermaßen löste. Zu unstrukturiert waren vorher die Aktionen, um echte Gefahr herauf zu beschwören. Nach einem gewonnenen Zweikampf an der Mittellinie setzte der Ex-Röslauer Ertac Tonka seinen Teamkollegen Kaan Gezer geschickt ein. Der ehemalige Hofer zwang Röslaus Schlussmann Sebastian Blechschmidt zu einer ersten Parade, den Nachschuss von Nino Müller klärte der Torwart dann zur Ecke. In der Folge stellten sich die Altstädter immer besser auf die Röslauer Abwehr ein. Lange Bälle aus dem Mittelfeld auf die schnellen Tonka und Gezer stellten die Vorwärts-Abwehr zuweilen vor Probleme.

Eine Kombinationsstafette über diese beiden ergab die nächste Gelegenheit, Gezer zielte knapp über das Tor (32.). Abermals Gezer setzte sich in Szene, als er mit einem Schrägschuss in Blechschmidt seinen Meister fand (37.). Doch auch die Röslauer verzeichneten ihre Gelegenheiten, zumal die SpVgg-Deckung nicht den sattelfestesten Eindruck hinterließ. Allerdings fehlte sowohl Sebastian Herrmann, als auch Robin Hostalek die nötige Durchschlagskraft, um den Altstädter Torwart Fabio Kormann überwinden zu können (26., 41. und 43.), so dass es mit einem letztlich leistungsgerechten Remis in die Pause ging.

Altstädter wollen die Entscheidung

Nach dem Wechsel merkte man den Altstädtern an, dass sie die Entscheidung wollten. Nico Schmidt versuchte sich mit einem 40-m-Heber, der nur knapp neben das FC-Gehäuse ging, deine Zeigerumdrehung später wurde Verteidiger Jaroslav Smrha von Gezer angeschossen, vorausgegangen war eine sehenswerte Vorarbeit von Tonka. Und dann rückte wiederum Torwart Blechschmidt in den Vordergrund, als er gegen M. Schatz (53.) und Tonka (63.) auf dem Posten war.

„Hätte Ertac Tonka dann die Nerven behalten und den Ball richtig getroffen, wäre sicherlich eine Vorentscheidung gefallen“, sprach Regn die Gelegenheit des Ex-Röslauers in der 71. Minute an, als er nach einem Fehler von Röslaus Jakob Schmidt im Mittelfeld alleine vor Blechschmidt auftauchte, aber den Ball nicht am Schlussmann vorbei brachte.

Das war wohl eine Schlüsselszene, denn nur sechs Minuten später trafen das Team von Trainer Günter Fuhrmann: Haarscharf nicht im Abseits postiert legte der eingewechselte Patrick Lima den Ball genau auf Tobias Benker, der sich nicht zweimal bitten ließ. Alle Altstädter Versuche, das Blatt noch zu wenden schlugen fehl. Die beste Chance hatte noch der aufgerückte Felix Popp, der in der 82. Minute den Querbalken traf.

Im Anschluss sprach Röslaus Coach von einem Sieg, den sich sein Team durch eine taktisch kluge Vorstellung verdient hätte. „Wir haben mehr als nur Nadelstiche gesetzt und letztlich nach einer tollen Kombination den Siegtreffer erzielt.“

Statistik

SpVgg Bayreuth II: Kormann – Frei, Popp, Michaelis – Tonka, Schmidt, Peeters, Gezer, M. Schatz, Müller (84. Langlois) – Küfner (84. Ismail).

FC Vorwärts Röslau: Blechschmidt – Schmidt, Hostalek, Smrha, Knoblauch – Benker, Jankovsky – Sturm (60. Lima), Hermann (88. Walther), Siniawa – Tamo.

SR: Hofmann (Heroldsbach); Zuschauer: 303.

Tor: 0:1 Benker (77.)

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