Semesterticket wird teurer

Etliche Studenten wurden zu Beginn dieses Herbstsemesters im Oktober unangenehm überrascht: Ihr Semesterticket, so hieß es in den Zügen des Bahnunternehmens Agilis, sollte für Fahrten im östlichen Landkreis nicht mehr gelten. Die Aufregung darüber war umso größer, als jeder der Studierenden in Bayreuth dieses Ticket grundsätzlich kaufen muss, egal ob er Busse und Bahnen tatsächlich nutzt.

Wie ausführlich berichtet, hatte eine Umfrage des Studierendenparlaments (StuPa) ergeben, dass die Strecken nach Weidenberg und Kirchenlaibach nur wenig befahren werden. Gleichzeitig hatte das Bahnunternehmen Agilis deutlich höhere Preise gefordert. Deshalb ließ die Studentenvertretung im Frühjahr die Strecken nach Kirchenlaibach und Weidenberg streichen. Denn es sollte verhindert werden, was eben jetzt eintritt: Dass das Semesterticket, mit dem die Studenten freie Fahrt in Bussen und Bahnen in Stadt und Landkreis genießen, teurer wird.

Aufgrund der Aufregung setzten sich Bahnunternehmen, Studierendenparlament und Studentenwerk Oberfranken (SWO) zu Nachverhandlungen zusammen. Ergebnis: Ein Kompromiss, wie Moritz Zeising vom StuPa dem Kurier mitteilt. Agilis verzichtet auf einen Teil der Preiserhöhung: Im Februar sollte die Bahnfahrt nach Weidenberg, Kirchenlaibach und Kulmbach noch 20 Prozent teurer werden, jetzt einigte man sich auf 13,9 Prozent. Ab dem Sommersemester 2014 dürfen auch die Strecken in den östlichen Landkreis wieder mit dem Semesterticket befahren werden. Statt 40,30 Euro müssen die jungen Leute allerdings 45,35 Euro dafür bezahlen.

Als Begründung für die Kehrtwende nennt Moritz Zeising: „Die Strecke nach Kirchenlaibach ermöglicht eine gute Anbindung an die Oberpfalz, die nach Weidenberg ins Fichtelgebirge. Aufgrund der angespannten Wohnungssituation in Bayreuth ziehen mehr Studierende ins Umland, was zu einer stärkeren Nutzung der Strecken führt. Aus diesen Gründen hat sich das Studierendenparlament für die Wiederaufnahme in das Semesterticket ausgesprochen“.

StuPa-Präsident Markus Holzinger spricht von 30 bis 40 Personen, die gegen die Streichung protestiert haben und ergänzt: „Allgemein ist es unsere Absicht, den Landkreis plus die Außenstelle in Kulmbach mit dem Semesterticket abzudecken. Die Alternative wäre, nur die Stadt Bayreuth einzubinden, da die Strecke nach Kulmbach ähnlich wenig frequentiert wird und die Strecke nach Pegnitz nur denjenigen Ersparnis bringt, die tatsächlich nach Pegnitz wollen. Die geforderte Preiserhöhung ist durch Inflation, erhöhte Beiträge zum VGN und gestiegene Quoten von Pendlern erklärbar. Das schien uns plausibel. Diese Begründung gab es im Februar allerdings nicht.“

Nicht bewertet

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Kommentare

Wer hat euch Kindergartenlotsen eigentlich ins Hirn geschissen? Nehmt euch mal ein Beispiel an NRW! Als wäre Bayern das Ärmste Bundesland der Welt! BAYERNWEITES SEMESTERTICKET FÜR 150 EUR PRO SEMESTER! Endlich umsetzen!

Nanana, solche ordinären Ausfälle schon am Nachmittag müssen doch nicht sein, oder?
Was soll der Vergleich mit NRW? Und wenn es Ihnen hier nicht passt, dann gehen Sie nach NRW. Und die 5 Euro dürften doch wohl von den Damen und Herren Studenten aufgebracht werden können.
Geh halt nüber in die DDR!
"Keipfer" kann gleich mitgehen, denn bei ihm handelt es sich nur um ein billiges Plagiat!
Nach dem Wegfall der Studiengebühren werden die Studenten an den fünf Euro nicht zu Grunde gehen.