Seebühne: Jetzt Weichen für 2017 stellen

Das Gelände der Landesgartenschau weckt viele Begehrlichkeiten bei den Stadträten: Erst vor wenigen Tagen hat Iris Jahn (JB) den Antrag gestellt, den Mainauenhof auf dem Areal zu erhalten und zu nutzen. Jetzt kommt Bauskes Antrag, der speziell auf die Seebühne und das Heckentheater abzielt. Bauske, der am Freitag mit der Fraktion ins Burgenland gefahren ist, sagt am Sonntag im Gespräch mit unserer Zeitung: Er wolle nicht, dass die alte Bayreuther Mentalität greife, frei nach dem Motto "wenn mir des gwusst hätten". Man müsse sich jetzt Gedanken darüber machen, wie man die Bühnen nutzen könne. Und vor allem, wer dafür zuständig sei. Bauske denkt dabei an die Bayreuth Marketing und Tourismus GmbH (BMTG), "die das Gelände so vermarkten könnten, wie sie es mit der Stadthalle gemacht haben".

Seebühne keine Ersatzspielstätte, aber ein Baustein zum Konzept

Die Seebühne will Bauske gar nicht als Ersatzspielstätte für die Zeit der Stadthallen-Sanierung ins Gespräch bringen. "Das wäre faktisch falsch", sagt Bauske. Aber: Durch ein entsprechendes Nutzungskonzept wäre es möglich, Veranstaltungen nach Bayreuth zu holen, die gegebenenfalls in der Stadthalle stattgefunden hätten. Man könne die Bühnen auf dem Gelände auch für Schulkonzerte, Chor- und Theateraufführungen nutzen. Alles Veranstaltungen, die bislang in der Stadthalle ihren Platz haben. "Dazu wäre die Seebühne ein Baustein in einem Ersatzspielstätten-Konzept. Man kann mit dieser Bühne einiges abfedern, weil dem Kulturreferenten, wie es scheint, nicht der große Wurf mit einer Ersatzspielstätte gelingen will." Aber was in Kloster Banz mit den Songs an einem Sommerabend oder mit dem Trickfilmfestival in Annecy unter freiem Himmel funktioniere, könne ja auch in Bayreuth klappen. 

Überdachung braucht man nicht

Aus Bauskes Sicht brauche es erst einmal auch nicht die muschelförmige Überdachung, die von Gartenschau zu Gartenschau wandert. "Man müsste die Überdachung ja auch im Winter abbauen und einlagern, das wäre ein großer Aufwand", sagt Bauske. Aber die Grundausstattung ist vorhanden. Strom- und Medienanbindung, das Häuschen, in dem die Tontechniker dafür sorgen, dass der Sound passt. All das bleibt bestehen, auch wenn die Gartenschau in Teilen wieder rückgebaut ist und die Bürger die Wilhelminenaue als neuen Landschaftspark nutzen können. "Natürlich gibt es gewisse Unwägbarkeiten: Wie sperrt man das Gelände ab, wenn große Veranstaltungen sind? Nur als ein Beispiel. Aber das wäre alles Sache des Veranstalters. Der soll freie Hand haben. Aber wir müssen uns so schnell wie möglich drüber unterhalten." Man könne klein anfangen, mit zwei oder drei Veranstaltungen im nächsten Jahr. Aber die müssten schon bald geplant werden.

BMTG stünde bereit

Der Geschäftsführer der BMTG, Manuel Becher, sagt am Sonntag auf Nachfrage unserer Zeitung: Grundsätzlich stünde die BMTG bereit, die Vermarktung des Areals zu übernehmen, "so wie wir es auch mit der Stadthalle gemacht haben". Schließlich sei es von Anfang an der Plan gewesen, dass auf dem Gartenschau-Gelände Veranstaltungen stattfinden, dass dort etwas passiert. "Deshalb sollte auch jemand den Hut aufhaben." Gedanken habe man sich bei der BMTG schon gemacht, wie das laufen könnte: "Wir könnten Veranstalter suchen, die dort etwas machen wollen." Dass die BMTG selbst mit Veranstaltungen unter freiem Himmel ins finanzielle Risiko geht, hält Becher für gefährlich. Auch Becher sagt: Man müsse sich so schnell wie möglich Gedanken darüber machen, wie man die Bühnen bespielen wolle. "Wenn man das 2017 bei den Haushaltsberatungen macht, ist es zu spät."

Hier finden Sie alle Artikel zum Thema Landesgartenschau. Auch über Veranstaltungen auf der Seebühne.

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Kommentare

Schon wieder das blöde Wilhelminenaue -Gewaaf!
Das ist ein Gutshof im Brandenburgischen nordwestlich von Berlin.
Wann hört das endlich auf?
Auf den neuen LGS-Prospekten steht das schon nicht mehr!
Dringend erforderlich wäre auch eine Umbenennung der Friedrichstraße in Kiepferstraße. Hab' ich doch kürzlich ins Navi eingetippt und bin glatt in Berlin gelandet. Da wäre es zur Wilhelminenaue auch nicht mehr weit gewesen.
Und Zustimmung: wann hört das (...) endlich auf?
Werter Herr Kiepfer, Hofgärten gibt es auch mehrere. Insofern kann es doch sicher auch schadlos mehrere Wilhelminenauen geben. Daher ist das noch lange kein Gwaaf. Und wir schreiben es auch so lange, bis jemand die Wilhelminenaue wieder umbenennt.
Beste Grüße aus der Kurier-Redaktion,
Eric Waha
Aber der Brandenburgische Gutsbezirk heißt schon seit 250 Jahren so.
@Kiefer .. Wahnfried gibt's auch als Ortschaft und Richard hat sein Haus trotzdem so benannt. @ so neu ist die Idee ja auch wieder nicht. Ist doch logisch, dass Beach-Volleyball, die Spielplätze, Heckentheater und auch die Seebühne auch nach der LGS genutzt werden sollen. Das gehörte doch von Beginn an zum Konzept. ...
Kerr Kiepfer lässt Meinungen anderer nicht zählen und besteht starrsinnig auf seine althergebrachten Ansichten. Daher macht es, bei seiner Beratungsresistenz, auch keinen Sinn, ihm Neuerungen näher zu bringen und Versuche ihm etwas zu erklären, laufen schlicht ins leere. In seinen Augen sind wir wahrscheinlich alle nur kleine Dummerle.

Wie wird die Welt des Herrn Kiepfer erst ins wanken geraten, wenn die Polizeiwagen in Bayern erst komplett auf Blau und Silber umgestellt sind.
Es ist eine Unverschämtheit, beim Namensfindungswetbewerb für den neuien LGS-Park als ersten Preis den Namen eines Brandenburgischen Gutsbezirks zu wählen, der seit 250 Jahren so heißt. Mein Vorschlag wa<r "Rotmainauenpark". Das hätte auch zur Bezeichnung "Mainauenhof" für das Gebäude von stadt und Landkreis gepasst.

In den neueren LGS-Prospekten wird der Name mit "W" gar nicht mehr verwendet!
Ach Herr Kiepfer. Das muss man doch nicht persönlich nehmen, wenn der Namensvorschlag nicht berücksichtigt wurde. Ich hätte Kiepfer-Aua auch passend gefunden - und jetzt heißt's Wilhelminenaue. Doch nicht so tragisch. Und verfahren hat sich auch noch niemand.
Gott sei Dank haben wir im Stadtrat jemanden der fordert dass sich andere Gedanken machen sollen und über die man dann trefflich entscheiden kann ohne vorher Gehirnschmalz verbraucht zu haben. Blos dassd was saggst.
Hier heißt es ausdrücklich, dass Bauske der Ansicht ist, dass die Seebühne keine Ersatzspielstätte für die Stadthalle sein kann. In der "Bayreuther Sonntagszeitung" von gestern steht das genaue Gegenteil.
Ersatzspielstätte geht gar nicht, dass sollte jeder logisch denkende Mensch wissen! Es ist ein Open Air Gelände das allenfalls im Sommer für die eine oder andere Ergänzung genutzt werden könnte. Wenn ich mir aber den Trend der immer schlechter und nasser werdenden Sommer so ansehe kann man das auch gleich wieder vergessen da hier nicht ein Hauch von Plannungsicherheit vorhanden ist!

Also egal was der Eine oder Andere so schreibt. Lesen Sie nochmals meinen ersten Satz!
Nicht jeder Sommer ist wie der von 2003, als es nur (gerade) am Bürgerfestsamstag geregnet hat.
Das wir hier nicht im 17. Bundesland (Mallorca) leben wo das Wetter wesentlich beständiger ist, ist schon klar ;-))
Das aber hier bei uns sind die Sommer seit Jahren immer unbeständiger und nasser werden (heuer wirds wohl der bisher Regenreichste werden) ist auch klar ersichtlich. Hat also nix mit Sommer 2003 zu tun. Solche Sommer wird in Zukunft vielleicht auch ab und zu mal wieder geben, nur leider sind die wohl die immer seltener werdende Ausnahme!
Also wie im ersten Post schon gesagt kann die Seebühne allenfalls als Ergänzung dienen was aber bei unseren Sommeren kaum Sinn macht, außer man inzeniert "Waterworld" ;-)))
Auf den kanarischen Inseln ist das Wetter beständiger als auf dem Balearen.
Die "Seebühne" sollte für Bayreuth so was sein wie die "Waldbühne" für Berlin!
Warum stören sich manche daran, dass der Bayreuther seine persönliche Meinung sagt?
Ihm liegt es aber fern, andere abzuqualifizieren, was ja hier oft genug gemacht wird.
Vielleicht qualifoziere ich manchmal die KURIER-Berichterstatter ab.