Schwarzlicht-Theater im Schullandheim

Die Theaterwerkstatt wurde eingerichtet, weil an vielen Schulen das Theater fester Bestandteil des Alltags geworden ist. Für Schultheatergruppen wurden alle Voraussetzungen für eine Probenarbeit im Schullandheim geschaffen, so dass alle Facetten des Schulspiels umsetzbar sind: Klassisches szenisches Spielen, Schwarzlicht-, Zirkus–, sowie Musiktheater und so weiter. „Besonders stolz sind wir auf unsere Blackbox, die eine komplette Verdunklung der Bühne ermöglicht“; sagt Hutzler.

Weiterbildungslehrgang

Doch nicht nur Schüler kommen, sondern auch Lehrer. Vor kurzem fand ein Weiterbildungslehrgang zum Thema Theater mit 24 Teilnehmern auf der Finkenleite hoch über dem Ort statt. „Dabei handelte es sich um Multiplikatoren, die das Theaterspielen in den Schulen vorantreiben sollen und wollen“, so die Heimleiterin. An dem Kunstprojekt „Schwarzlichttheater“ nahmen die 5. und 6. Klasse der Graf-Botho-Schule teil. Die Leitung hatten die Lehrerinnen Ariane Deinhardt und Friedlinde Hummel.

Gemeinschaftsgefühl stärken

Ziel des Projektes war es, das Gemeinschaftsgefühl zu stärken, sagt Deinhardt. Die Buben und Mädchen entwickelten dazu eigene Bühnenstücke mit den Titeln „Respekt“, „Anders sein“ und ein Stück gegen Ausgrenzung. Dafür bauten die Schüler selbst die Requisiten und entwickelten gemeinsam die „Drehbücher“ für ihre kurzen Bühnenstücken. Die Pottensteiner Konrektorin erläutert den Hintergrund des Projekts: „Künstlerisch aktiv zu sein, bedeutet für die Schüler und Schülerinnen auch eine Entfaltung ihrer Persönlichkeit und es fördert das Selbstvertrauen, das Durchhaltevermögen und auch die Toleranzbereitschaft untereinander. Die drei Tage mit Übernachtung wirkte sich auch auf den Klassenzusammenhalt und das Lernklima positiv aus.“

Kunstpädagogin Ute Baumann

Für die Umsetzung des Schwarzlichttheaters holte man sich Unterstützung aus der Region: Die Künstlerin und Kunstpädagogin Ute Baumann aus Waischenfeld. „Sie schaffte es, dass an diesen drei Tagen das Lernen zum Erlebnis wurde. Die Schwarzlichtbühne weckte die Experimentierfreude der jungen Künstler, da ja versteckt agiert werden konnte. Dadurch schlüpften sogar zurückhaltende Schüler in Hauptrollen.“ Die Konrektorin findet das Projekt toll: „Die Schüler hatten Spaß und konnten ihren kreativen Fähigkeiten freien Lauf lassen. Neue Kunstformen wurden erprobt, wie Taping, Face-Painting oder Graffiti-Kunst, die durch das Leuchtmaterial im Schwarzlicht erst so richtig zur Geltung kamen.“ Am Ende des Projektes, so Deinhardt weiter, fand für die etwa 50 Eltern eine Aufführung mit Kunstgalerie statt.

Nicht bewertet

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