Remis der Haspo-Damen beim Tabellenführer

„Das war eine wahnsinnige Energieleistung dieser Mannschaft“, zeigte sich Haspo-Trainer Thomas Hankel beeindruckt. „Vor allem ist der Punkt ein verdienter Lohn für einen gigantischen Abwehrkampf.“ Obwohl der rettende neunte Platz damit vorerst nur hauchdünn innerhalb von drei punktgleichen Mannschaften erreicht worden ist, sieht der am Saisonende scheidende Coach nicht nur für die Moral einen wesentlichen Schritt nach vorn: „Wir haben jetzt noch zwei Heimspiele und ein Auswärtsspiel gegen einen direkten Konkurrenten Bad Salzuflen. Da liegt es nun mehr denn je nur an uns, wo wir am Ende stehen. Wir müssen nur endlich solche Leistungen auch gegen Mannschaften bringen, die uns näher liegen.“

Drei der erfahrenstens Spielerinnen fehlten

In Blomberg fehlten dem Haspo-Team mit Sonja Körber, Kim Koppold und Loraine Hellriegel drei der erfahrensten und torgefährlichsten Spielerinnen. Die Gastgeberinnen nutzten das, indem sie den dezimierten Rückraum mit einer Sonderbewachung für Jana Lichtscheidel attackierten. Nach dem 0:2-Fehlstart fanden die Bayreutherinnen aber bald spielerische Lösungen über Elena Kerling und Michaela Lehnert, um die Freiräume im Spiel fünf gegen fünf zu nutzen. Zudem wurde Hellriegel auf der rechten Seite durch Tanja Küffner glänzend vertreten. Allmählich gelang es dann auch, Lichtscheidel selbst wieder einzubinden, so dass die Bundesliga-Reserve schließlich noch in der ersten Halbzeit wieder von dieser Taktik abrückte. In den letzten sechs Minuten vor der Pause überraschte Haspo den hohen Favoriten sogar mit drei Toren in Folge zu einer 14:12-Führung, die mit dem ersten Angriff der zweiten Hälfte sogar auf drei Tore ausgebaut wurde.

Dann folgte zwar eine 0:5-Serie zum 15:17 (unter anderem durch eine Unterzahl), aber auch das konnte den Haspo-Kampfgeist nicht beirren. Dank der jederzeit glänzenden Mannschaftsleistung in der Abwehr gelang sogar beim 20:19 noch einmal die Führung, und nach dem 21:21-Ausgleich durch einen Rückraumwurf von Lehnert verteidigte die Defensive auch in den verbleibenden 40 Sekunden eindrucksvoll.

Statistik

HSG Blomberg-Lippe II: Beier, Picherer – Schoenhagen, Bockholdt (1), Petersen (5/1), Schriever (1/1), Holeczy (3), Hoeppe (4), Smits (1), Diekmann (3), Hagemeyer (1), Haudrup (2), Pavlovic.

Haspo Bayreuth: Ebersberger, Bauer – Mergner (2), Lehnert (2), Lindner, Kerling (1), Hall (1), Fischer (1), Mustafic, Lichtscheidel (7/3), Friedrich (1), Stöcker, Küffner (6).

SR: Fuß (Wurzen), Olsok (Waldheim); Strafminuten: Blomberg-Lippe II 4, Bayreuth 4.

Stationen: 2:0 (3.), 4:5 (11.), 7:5 (13.), 8:9 (19.), 10:9 (22.), 12:11 (24.), 12:14 (Halbzeit), 12:15 (31.), 17:15 (37.), 17:17 (41.), 19:17 (50.), 19:20 (54.), 21:20 (58.), 21:21 (Ende).

Nicht bewertet

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