Rehau: Schritt in Richtung Wachstum

Aktuell arbeiten in Bayreuth in der Schlossgalerie rund 40 Automotive-Ingenieure und IT-Spezialisten für Rehau. Anfang vergangenen Jahres hatte das Unternehmen die ersten Flächen in Bayreuth angemietet, um, wie es heißt, "das Einzugsgebiet für Fachkräfte zu erweitern und in unmittelbarer Nähe fachrelevanter Fakultäten der Universität zu sein".

Vorsorglicher Grundstückskauf in Bayreuth Ende 2016

Ende vergangenen Jahres hatte Rehau vorsorglich ein Grundstück am Nordring gekauft, "um die Wachstumssituation bei Bedarf in einem eigenen Gebäude entsprechend abbilden zu können", heißt es auf Anfrage. Wann der geplante Forschungs- und Entwicklungsstandort gebaut werden soll, sei noch nicht fix: "Konkrete Pläne beziehungsweise Termine für einen möglichen Bau können zum jetzigen Zeitpunkt nicht bestätigt werden." Es sei noch keine finale Entscheidung gefallen.

Flächennutzungsplan- und Bebauungsplanentwurf liegen aus

Allerdings läuft die Planung weiter: Aktuell liegen der Entwurf zur Änderung des Flächennutzungsplans sowie der Bebauungsplanentwurf für den Gewerbestandort Nordring zur öffentlichen Einsichtnahme im Rathaus aufs. Bis 4. September können die Pläne während der allgemeinen Dienststunden im Rathaus eingesehen werden, teilt Joachim Oppold, Pressesprecher der Stadt, mit. Das Stadtbaureferat gehe davon aus, "dass die planungsrechtlichen Voraussetzungen für das von Rehau in Erwägung gezogene Neubauprojekt sehr zeitnah geschaffen sein werden. All das ist enger Absprache mit dem Unternehmen erfolgt".

Notwendiger Platzbedarf vorerst gedeckt

Wie es von Rehau heißt, habe man "mit der Nutzung des zusätzlichen Stockwerks in der Schlossgalerie den aktuell notwendigen Platzbedarf vorerst gedeckt". Man werde das "Engagement am Standort Bayreuth aber weiter vorantreiben" und sei am Zuwachs von Fachkräften speziell aus den Bereich IT, Automotive-Ingenieuren, "aber auch aus anderen Fachbereichen, etwa aus Human Ressources, interessiert".

Keine Kollision mit den Plänen der Stadt für die Schlossgalerie

Was die Schlossgalerie betrifft, die von der Stadt 2015 gekauft worden war, stehe die Stadt, wie Oppold sagt, "dem Unternehmen als verlässlicher Partner zur Seite". So lange Rehau "für eine Übergangszeit erweiterte Kapazitäten in der Schlossgalerie benötigt, wird dies selbstverständlich berücksichtigt". Es gebe keine Kollision zwischen der Nutzung der Schlossgalerie durch Rehau und den Überlegungen der Stadt, mit Dienststellen in die Schlossgalerie umzuziehen.

Wie Oppold sagt, würden die Stadtratsgremien sich mit dem Thema nach der Sommerpause befassen. "Der zeitliche Ablauf der weiteren Schritte hängt davon ab, welche Umbauarbeiten notwendig sind", sagt Oppold. Wenn klar sei, welche Dienststellen einziehen sollen, könnten die Bauarbeiten geplant und die Kosten kalkuliert werden.

3.7 (3 Stimmen)

Anzeige