Raffinierte Burgerrezepte

Hamburger sind der Inbegriff des schnellen Essens aus der Hand. Wenige Konzerne bestimmen weltweit das Angebot. Aber wie bei den berühmten Comicfiguren im gallischen Dorf regt sich Widerstand: Burger sind nach dem Verständnis moderner Genießer so abwechslungsreich und gut, dass man am liebsten täglich eine andere Kreation kosten möchte. Bei der dritten „Kulinarischen Reise“ des Kuriers in diesem Jahr wird das Team der Gaststätte Maisel gut drei Dutzend Leser in die wunderbare Burger-Vielfalt einführen.

Ute Seibel ist gelernte Metzgerei-Fachverkäuferin. Die Chefin des Kanzer Wirtshauses kocht mit Leidenschaft, Stefan Hanus steht bei Cateringaufträgen am Grill. Gemeinsam arbeiten sie daran, das Image des traditionsreichen Wirtshauses ein wenig moderner zu gestalten: „Wir bieten ausschließlich hausgemachte Burger an.“ Das fängt beim frisch gewolften Fleisch aus regionaler Produktion an, das zu saftigen Patties geformt wird, und endet nicht bei den selbst kreierten Soßen. Sogar für die Brötchen hat Ute Seibel sich die Hilfe einer Fachfrau gesichert: Sylvia Schatz-Seidel von der Geseeser Landbäckerei liefert nach dem Rezept des Maisel-Teams die Burger-Verpackung.

Worauf dürfen sich die Gäste der „Kulinarischen Reise“ freuen? Ute Seibel: „Es wird unter anderem meinen Lieblingsburger geben – den italienischen Burger mit Rucola, Parmesanspänen und Balsamicozwiebeln.“ Auch den bei männlichen Wirthausgästen sehr beliebten „Rocketburger“ werden die beiden Gastronomen nächste Woche in der Showküche des Möbelhauses Pilipp zubereiten. Das Besondere an diesem Rezept ist die Jalapeno-Whisky-Zwiebel-Soße, die Stefan Hanus selbst kreiert hat. Das Selbermachen ist für Ute Seibel mit ein Grund für den Siegeszug der Burger in den vergangenen Jahren: „Es ist wie beim Fondue. Man hat viele kleinen Schüsseln mit köstlichen Zutaten auf dem Tisch und dann baut jeder seinen Burger selbst. Das macht Spaß.“

Weil sie nicht nur Spaß am Essen haben will, sondern auch richtig viel Genuss, kauft Ute Seibel die Rohstoffe für ihr Lokal in der Umgebung ein: „Das Fleisch zum Beispiel bereiten wir frisch zu. Da wird kein tiefgekühltes Patty verwendet, sondern wir wolfen selbst und formen dann die Burger daraus.“

Woher kommt die Burger-Liebe von Seibel und Hanus? Die Chefin sagt: „Uns schmecken frische Burger selbst. Man sollte überhaupt vor allem das kochen, woran man Freude hat. Dann spürt man die Liebe zur Arbeit.“ Die Gäste im Lokal schätzen diese Haltung so sehr, dass Stefan Hanus auch oft außer Haus Burger zubereiten muss. Er packt dann seinen Grill ein („Am liebsten arbeite ich mit Holzkohle!“) und fährt bis nach Hof, um Catering-Aufträge in der Region zu erfüllen.

Die Grundzutaten für einen feinen Burger sind einfach: Salat, würzige Soße, frisches Fleisch und aromatische Brötchen. Weil aber immer mehr Menschen Wert auf fleischlose Kost legen, serviert man in St. Johannis auch Veggie-Burger. Darauf dürfen sich die Gäste der „Kulinarischen Reise“ ebenfalls freuen. Und noch eine Überraschung bereitet Ute Seibel vor: „Der Sommer ist ja jetzt zu Ende. Für die kalte Jahreszeit haben wir einen Winterzauber-Burger entwickelt. Dafür verwenden wir Geflügelfleisch.“

Info: Karten für die „Kulinarische Reise“ am 21. September gibt es in den Kurier-Geschäftsstellen für 24,90 Euro (mit Kuriercard 19,90 Euro). Einlass ab 18.30 Uhr, Beginn 19 Uhr im Möbelhaus Pilipp.

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