Mobile Toiletten statt wildpinkeln

Auslöser für die Diskussion um die teils chaotischen Zustände am 1. Mai war eine Anfrage von Kurt Hüttl bei der Bürgerversammlung Ende November 2016, ob die gemeindliche Toilettenanlage an diesem Tag geöffnet werden könnte. Es seien Hunderte von Leuten unterwegs, berichtete Hüttl, man sollte sich deshalb seitens der Gemeinde Gedanken machen, zumindest einen Toilettenwagen aufzustellen. Mann hatte geantwortet, dass die Gemeinde die öffentliche Toilette am Freizeitgelände bewusst geschlossen halte. Andernfalls würden hohe Reparaturkosten auf Grund zu erwartender Beschädigungen drohen. Ein Toilettenwagen würde zudem nach einer Einladung auf den Festplatz ausschauen.

Bei der Sitzung des Gemeinderates am 30. Januar hatte Bürgermeister Mann darüber informiert, dass nach Rücksprache mit dem Landratsamt die Verkehrssicherungspflicht der Gemeinde für das Treiben am 1. Mai nicht gänzlich ausgeschlossen werden könne. Die Gemeinde trage sich jedenfalls mit dem Gedanken, Vorkehrungen auch mit Blick auf die Verantwortung gegenüber den Anliegern, deren Anwesen zum Teil in Mitleidenschaft gezogen würden, zu treffen. Mit dem Vorschlag zur Anschaffung von fünf mobilen Toiletten ging der Bürgermeister schließlich in die jüngste Sitzung. Es sei alles eine unschöne Situation, so Mann, aber er sehe darin die einzige Lösung.

CSU-Fraktionssprecherin Sabine Habla warnte davor „dass in der nunmehrigen Vorgehensweise keine Regelmäßigkeit gesehen wird. Warten wir ab, wie in diesem Jahr die Erfahrungen sein werden“, empfahl Habla.

Mann empfahl allen Anwohnern, „was nicht niet- und nagelfest ist einzusperren“. ⋌

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Kommentare

Warum macht man nicht eine kleine offizielle Veranstaltung daraus? Es kommen doch sowieso alle dort hin. 1-2 Euro Eintritt, paar Security Leute und Futterbuden. Musik bringt ja jeder selber mit. Dann würden bestimmt auch die Reinigungskosten rausspringen und niemand müsste mehr herum heulen. Früher war dort das Maifest. Wurde abgesagt anstatt mit den Jugendlichen zu kooperieren. Hätte man bestimmt was tolles organisieren können. Vielleicht sogar externe Futterbuden gegen Standgebühr. Da gibts doch einen bekannten Dienstleiter, der sich jährlich am Wegesrand findet. Essen scheint also angenommen zu werden. Müsste man nur den Standort ändern. Aber es wird sich nichts ändern und wir lesen die nächsten Jahre immer noch über die bösen gewaltbereiten Horden von Jugendlichen. An den Kerwas wird auch an die Gartenzäune der Anwohner "gsaacht", oder es fehlen ein paar Blumenkästen. Aber da regt sich keiner auf. Da gehen die Anwohner nämlich selbst hin und haben Spaß. Für die Gaudi kann mans anscheinend mal tolerieren wenn eine Zaunlatte wackelt. Vielleicht liegts auch an der Uhrzeit. Bei der Kerwa sind die Anwohner selbst im Zelt oder schlafen bereits zu Hause. Da kriegt man das nicht so mit. Leider findet die Maiwanderung halt eben Nachmittags statt. Wäre das Spektakel in meinem Kaff würde ich versuchen mit paar Leuten was auf die Beine zu stellen und Profit mit zu nehmen. Könnte ja klappen. Wenn nicht könnte man immer noch weiterhin motzen. Aber mir kanns egal sein, ich wohne dort nicht und bin zudem aus dem Bollerwagen-Alter heraus.
Bevor wieder flache Attacken kommen: Ich berufe meinen Kommentar nicht auf den Artikel an sich, sondern auf die Berichterstattung und Sachlage der vergangenen Jahre. Was allerdings keinen Unterschied zur Zukunft machen dürfte. Lediglich die Jahreszahl ist austauschbar. Und nun lasst den Shitstorm über mich beginnen...

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