Missbrauch: Bistum zahlt 400.000 Euro

Dazu kommen nach Angaben der «WamS» noch Zahlungen für Opfer sexuellen Missbrauchs, die nach Informationen der Zeitung jeweils höher als 2500 Euro sein sollen. Der mit der Aufklärung der Missbrauchsfälle beauftragte Rechtsanwalt Ulrich Weber war am Sonntag für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Weber hatte in seinem Zwischenbericht Anfang Januar mitgeteilt, dass nach bisherigen Recherchen von 1953 bis 1992 mindestens 231 Kinder von Priestern und Lehrern körperlich misshandelt worden seien, weitere 50 Schüler seien bei den Domspatzen Opfer sexueller Gewalt geworden - «von Streicheln bis zu Vergewaltigungen», wie Weber sagte.

Der Regensburger Anwalt betonte, dass die Dunkelziffer der Betroffenen noch deutlich höher liegen dürfte. Er ging von etwa 700 Opfern aus, was etwa einem Drittel aller Schüler in dem untersuchten Zeitraum entspräche. Nach Medienberichten meldeten sich nach dem Zwischenbericht tatsächlich rund 60 weitere Betroffene. Die Vorwürfe richten sich überwiegend gegen die Mitarbeiter aus der damaligen Vorschule der «Spatzen». Weber will nach «WamS»-Angaben bis zum Sommer weitere Opfermeldungen entgegennehmen und dann bis zum Frühjahr 2017 einen Abschlussbericht verfassen.

red

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Kommentare

ist geld denn eine entschädigung für die damals jungen menschen die heute immernoch damit zu kämpfen haben? pfeiff auf das geld, die täter sollten ebenso mißbraucht werden aber so daß es auch ihnen sehr weh tut und evtl. nicht mehr ruhig schlafen können.
Wohl jeder halbwegs normale Mensch findet solche Taten unerträglich. Nur was Sie von sich geben, zeugt von einem Rechtsverständnis, das meilenweit von einem unserer freiheitlich-demokratischen Rechtsordnung entfernt ist.
"Die täter sollten ebenso mißbraucht werden aber so daß es auch ihnen sehr weh tut und evtl. nicht mehr ruhig schlafen können." Geht's noch?? Aus dem Bauch heraus ohne das Hirn einzuschalten zu urteilen, ist unsäglich. Was aber ebenso unsäglich ist, ist die zögerliche Reaktion der Kirche insgesamt und die Vertuschungsversuche in derartigen Dingen. Die Kirche muss ihren Beitrag zur Aufklärung von Straftaten leisten, damit Täter da landen, wo sie hingehören. Wie jeder Straftäter andere auch.